Altershaut
Was ist Altershaut? Die menschliche Haut verändert sich im Alter: Sie verliert
an Geschmeidigkeit, die Aktivität der Talg- und Schweißdrüsen
ist eingeschränkt, und so kann die Haut weder
ausreichend Fett noch Feuchtigkeit speichern. Sie wird
trocken und brüchig, und der Säureschutzmantel kann
seine Schutzfunktion gegenüber Keimen und Bakterien
nicht mehr erfüllen. Bei der Altershaut ist daher die Regenerationsfähigkeit
eingeschränkt. Auch die Erneuerung der
obersten Hautschicht, der sogenannten Hornschicht,
verlangsamt sich mit zunehmendem Alter. Diese ist nun
keine kompakte Barriere mehr, sondern eher ein lockeres
Gefüge, durch das Feuchtigkeit schneller entweichen
kann und Krankheitserreger leichter eindringen können.
Altershaut ist aufgrund der gestörten Barrierefunktion
zudem leichter verletzbar und Wunden heilen langsamer.
Trockene Haut neigt im Alter häufig zu Juckreiz. Durch
Kratzen wird die ohnehin dünne und empfindliche Haut
stark strapaziert und geschädigt, gleichzeitig wird dadurch
erneut Juckreiz gefördert. Dann spricht man vom
Juckreizkreislauf.

Auch innere Erkrankungen wie Diabetes oder Störungen
der Schilddrüse können Juckreiz auslösen, ohne dass
eine Störung der Hautbarriere vorliegt.
Pflegetipps
Der Schutz des Säureschutzmantels und
der Aufbau der Barrierefunktion gegen Feuchtigkeitsverlust an
erster Stelle. Der Barriereschutz der Haut beginnt schon mit
der richtigen Reinigung. Dafür sollten nur milde, seifenfreie
und pH-hautneutrale Syndets, Emulsionen auf Lipidbasis oder
Pflegeöle verwendet werden, die die Haut nicht austrocknen.
Für die anschließende Pflege sollten lipidhaltige Cremes und
Lotionen gewählt werden, die den Fett- und Feuchtigkeitsmangel
ausgleichen und den Säureschutzmantel wiederherstellen.
Ideal für das Gesicht sind Cremes mit natürlichen Ölen wie
z. B. Jojoba- und Nachtkerzensamenöl und hautberuhigenden
Effekten. Ein Vitaminkomplex zur Versorgung der Haut
unterstützt ihre Regeneration.
Juckreiz muss gemindert werden, dies kann durch Lotionen
geschehen, die lokalanästhetische Eigenschaften haben, wie
z. B. Polidocanol. Idealerweise ist dies mit Menthol kombiniert.
Das ätherische Öl lenkt die Nervenleitung umgehend
nach dem Auftragen vom Juckreiz ab und überbrückt so die
Zeit bis zum Einsetzen der „betäubenden“ Wirkung. So wird
die Haut nicht durch Kratzen verletzt. Nach Abklingen des
Juckreizes sollten diese Cremes abgesetzt werden. Dann kann
die weitere Hautpflege einsetzen, die nach Gesichts- und
Körperpflege unterschieden wird.
Ihr Hautarzt oder Apotheker beraten Sie gern, welche Produkte
aus dem DERMASENCE-Programm am besten
geeignet sind.
Individuelle Pflege – optimal auf Ihren Hauttyp abgestimmt
Mit der konsequenten täglichen Pflege zu Hause können Sie trockene Haut und damit verbundenes Missempfinden wie Juckreiz gut in den Griff bekommen. Ihr Hautarzt wird Ihnen für akute Schübe eine individuelle Therapie auf das momentane Hautbild abstimmen. Darüber hinaus bietet Ihnen Ihr dermatologisch-kosmetisch ausgerichtetes Hautpflegeinstitut professionelle Behandlungen an, um die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Je nach Ausprägung Ihres Hautproblems kann so ein möglichst stabiler Hautzustand erreicht werden, z. B. durch:
- Kühlmasken mit hautberuhigenden Effekten wirken reizlindernd bei akuten Hautirritationen
- Feuchtigkeitsmasken hydratisieren die meist trockene Haut im Alter
- Massagen mit lipidhaltigen Cremes stärken die Barriere gegen das Austrocknen der Haut und machen sie geschmeidig





