Kopfhaut und Haare

Schuppen – ein Problem der Kopfhaut
mit vielen Facetten


Lästige Kopfschuppen sind sehr unangenehm für Betroffene und können sowohl auf trockener als auch auf fettiger Kopfhaut auftreten. Zum Leidwesen der Patienten werden sie häufig mit mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht, eine Annahme, die falsch ist. Schuppen entstehen dort, wo die normale regelmäßige Erneuerung der Kopfhaut im Ungleichgewicht steht. Sind die Ursachen bekannt, ist durch ein Anti-Schuppen-Pflegemanagement eine Verbesserung des Hautzustandes erfolgreich möglich.

Bei Kopfhaut mit trockener Schuppung beschleunigt sich die Kopfhauterneuerung auf 7–21 statt der normalen 28 Tage. Die sich in großen Zellverbunden lösenden, gröberen Schuppen rieseln deutlich erkennbar auf die Kleidung. Es können sowohl externe Ursachen, wie z. B. Bakterien, falsche Reinigungsprodukte, Färben und zu heißes Föhnen, als auch erblich bedingte Neigungen sowie Stress und Hormonstörungen der Schuppenbildung zugrunde liegen. Darüber hinaus besteht häufig eine Besiedelung der Kopfhaut mit dem Schuppen verursachenden Hefepilz Malassezia furfur. Diese übermäßige Besiedlung zu verringern sowie die Schuppen abzulösen ist bei der trockenen Schuppung Behandlungsziel.

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Eine Sonderform ist die Schuppenflechte auf der Kopfhaut mit so genannter Plaquebildung. Die Verringerung von Schuppung und Juckreiz sind die Behandlungsansätze.

Schuppenbildung bei fettiger Kopfhaut ist meist die Folge einer Überfunktion der Talgdrüsen der Kopfhaut. Die Hauterneuerung ist ebenfalls beschleunigt und bringt eine eher klebrige Schuppung hervor. Betroffene können unter irritierter Kopfhaut mit Juckreiz, Rötungen und Entzündungen leiden, da die fettigen Schuppen einen idealen Nährboden für Hauterreger wie Pilze und Bakterien bieten.

Auch ohne Schuppenbildung können Irritationen und Juckreiz auf der Kopfhaut auftreten. Häufige Ursache ist eine gestörte Hautbarriere durch belastende Haarpflegeprodukte mit aggressiven waschaktiven Substanzen, z. B. Betainen, sowie zu häufiges Waschen oder zu heißes Föhnen. Der unangenehme Juckreiz führt zu Kratzen und hierdurch zu Verletzungen der Kopfhaut, wodurch Entzündungen hervorgerufen werden können.


Pflegetipps


Konsequente medizinische Hautpflege mit angepassten Präparaten können Auslösern der genannten Kopfhaut- und Haarprobleme entgegenwirken. Alle eingesetzten Shampoos sollten frei von bekannten allergieauslösenden Substanzen (wie Betain und Phenoxyethanol) sein, um die Kopfhaut nicht unnötig zu belasten. Die Produktauswahl erfolgt je nach Ausbildung und Ausprägung von Irritation und Schuppung. Nahrungsergänzungsmittel, die zur Unterstützung des Haarwachstums und zur Stärkung trockener, empfindlicher Haut entwickelt wurden, unterstützen den Behandlungserfolg.

Dermatologische Schuppenshampoos unterstützen diesen Prozess mit Wirkstoffen wie Salizylsäure zur Lösung der Hornschuppen, durch Ichthyol hell, einen aus Schieferstein gewonnenen Nachfolgestoff ehemaliger Teerlösungen, zur Verringerung der Schuppung und Selendisulfid zur Normalisierung der Hautbildung. Darüber hinaus sollten die Feuchtigkeitsversorgung und die Durchblutung der trockenen Kopfhaut verbessert werden. Wirkshampoos können kurartig im Wechsel mit sehr milden Shampoos eingesetzt werden, die die Kopfhaut pflegen, durchfeuchten und versorgen.

Bei fettiger Kopfhaut helfen die Talgproduktion normalisierende Shampoos, seborrhoische Areale zu normalisieren. Darüber hinaus sollte man Wirkstoffe wie Octopirox® nutzen, um Schuppenbildung, die durch einen Hautpilz verursacht wird, effektiv entgegenzuwirken. Substanzen zur Pflege der Kopfhaut und bei Irritationen sind z. B. Allantoin und Panthenol. Kühlendes Menthol unterstützt den anti-irritativen Effekt durch seine Sofortwirkung, äußert sich angenehm bei durch Schuppen verursachtem Juckreiz. Des Weiteren sollte das Pflegeverhalten überdacht, zu häufige Haarwäsche, häufiges und zu heißes Föhnen, Haare färben sowie der Einsatz aggressiver Stylingprodukte sollten abgestellt werden. Ihr Hautarzt oder Apotheker berät Sie gern, welche Produkte aus dem DERMASENCE-Programm für Sie am besten geeignet sind.


Im Mittelpunkt stehen Ihre Kopfhaut und Ihr Haar


Konsequente medizinische Kopfhaut- und Haarpflege und die Vermeidung belastender externer Reize sind die Basis der Kopfschuppenbehandlung. Gemeinsam mit der Therapie Ihres Hautarztes werden Sie gute Ergebnisse zur Verbesserung Ihrer Haut- und Haarprobleme erreichen können. Sie erhalten hier einen Überblick über empfehlenswerte DERMASENCE-Produkte zur Kopfhaut- und Haarpflege bei Schuppen und irritierter Kopfhaut. Sie können sie regelmäßig zu Hause anwenden. Für ausführlichere Informationen und bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hautarzt oder an Ihren Apotheker.


Individuelle Pflege – optimal auf Ihren Hauttyp abgestimmt


Durch die konsequente medizinische Kopfhaut- und Haarpflege können Sie aktiv zu einem Behandlungserfolg bei Kopfhaut- und Haarproblemen beitragen. Auch das Unterlassen mechanischer oder anderer externer Belastungen wird zu einer Verbesserung führen. Bei hartnäckig weiter bestehenden oder großflächigen Ekzemen sollten Sie unbedingt Ihren Hautarzt aufsuchen. Er wird eine individuelle Therapie auf Ihr momentanes Kopfhautbild abstimmen.

Mögliche Behandlungstherapien sind z. B. so genannte Ölkappen-Behandlungen. Sie wirken bei Schuppenflechte der Kopfhaut den trockenen Schuppen entgegen und verringern die Plaquebildung. UV-Therapien, z. B. mit einem Psorisol-Lichtkamm, unterstützen diese Effekte.
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