Rosazea

Was ist Rosazea?


Rosazea ist eine häufig auftretende, nicht infektiöse Hauterkrankung im Bereich des Bindegewebes, die oft mit einem chronischen Verlauf einhergeht. Die Hauptursachen sind noch nicht geklärt, es wird eine Kombination aus genetischer Disposition und externen Auslösern vermutet. Kennzeichen sind überwiegend im Gesicht, dort meist zentral an Nase, Stirn und Wangen, auftretende Rötungen, Verdickungen und Talgdrüsenvergrößerungen von unterschiedlichem Ausmaß.
  • Im ersten Stadium treten vorübergehende Rötungen, sogenannte Flushes oder Hitzewellen, auf, sie werden mit der Zeit chronisch
  • Hieraus folgend können dauerhafte Erweiterungen der Blutgefäße resultieren, die mit einer feinen Schuppenbildung einhergehen
  • Die Hauterscheinungen der in Phasen verlaufenden Rosazea können sogar bis zu akneähnlicher Pustelbildung gehen

Die Hauterscheinungen können durch Auslöser wie Stress, Hitze, falsche Pflege, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen von außen hervorgerufen werden. Aber auch der Konsum von Kaffee, Tee, scharfen Gewürzen und Alkohol kann die Rötungen bewirken. Die Reaktion auf diese Reize ist individuell unterschiedlich. Falls Sie diese Hauterscheinungen bei sich beobachten, sollten Sie frühzeitig den Hautarzt oder ein qualifiziertes Kosmetikinstitut aufsuchen.
kopfhaut
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Pflegetipps


Die Problemstellung, dass bei der Rosazea sowohl fettige als auch trockene Hautareale auftreten können, macht die Pflege zu einer besonderen Herausforderung für die Betroffenen. Wird dieser Gesichtspunkt berücksichtigt, kann eine konsequente medizinische Hautpflege positive Ergebnisse erzielen.

Die Behandlungsansätze sind Rötungen zu vermindern, Gefäßerweiterungen zu verringern und die Haut zu beruhigen. Die Hautbarriere kann stabilisiert werden, um die Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen zu verringern, und Rötungen können durch abdeckende Kosmetika kaschiert werden. Dem Licht- bzw. Sonnenschutz muss eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Verwenden Sie hochwertige Präparate mit hohem UV-A- und UV-B-Schutz, wobei Sie Produkte auf leichter Basis bevorzugen sollten, die den Sebumüberschuss regulieren. Auf stark ölhaltige Produkte sollten Sie verzichten.

Grundsätzlich sollten zur Reinigung und täglichen Pflege je nach Hautzustand leichte Formulierungen wie Gele oder Gelcremes zum Einsatz kommen, die eine kühlende, beruhigende Wirkung haben, die Kapillargefäße stärken können und die Sebumproduktion der Haut z. B. durch Sabalextrakt regulieren sowie durch pH-Wert-Optimierung den Säureschutzmantel in Balance bringen.


Im Mittelpunkt steht Ihre Haut


Das frühzeitig begonnene Zusammenspiel von konsequenter Heimpflege, der Behandlung im Hautpflegeinstitut sowie der Therapie in der Hautarztpraxis hilft Ihnen, die bestmöglichen Ergebnisse für Ihre Haut bei Rosazea zu erreichen. Sie erhalten hier einen ersten Überblick über das DERMASENCE-Programm für Ihre medizinische Hautpflege bei Neigung zu Rosazea. Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Hautarztpraxis oder Ihr Hautpflegeinstitut.


Individuelle Pflege – optimal auf Ihren Hauttyp abgestimmt


Mit der konsequenten hauttyp- und stadiengerechten Pflege zuhause können Sie die Hauterscheinungen bei der Rosazea verbessern und Rötungen und Irritationen gut in den Griff bekommen. Ihr Hautarzt kann Ihnen bei der Produktauswahl helfen. Ein dermato-kosmetisch ausgerichtetes Hautpflegeinstitut kann Ihnen darüber hinaus eine individuelle auf Ihr aktuelles Hautbild ausgerichtete Behandlung anbieten. Die Behandlungsansätze sind z. B. Gefäße zu verengen, die Haut zu beruhigen und zu kühlen sowie Abhärtung der Haut durch Verdickung und das Abdecken von Rötungen:
  • Maskenbehandlungen zur Kühlung und Beruhigung der Haut
  • Ableitende Verfahren wie Rosazea-Massage oder Lymphdrainage wirken entstauend und verringern die Gefahr von Schwellungen und Knötchenbildungen
  • Behandlungen mit dem Ultraschall und Gelen zur Gefäßverengung haben ebenfalls einen ableitenden Effekt
  • Chemical-Peelings zur Verbesserung der Hautbarriere und zur Verdickung der Haut bieten gleichzeitig einen antimikrobiellen Effekt bei Einsatz von Glycolsäure-Salizylsäure-Kombinationen
Bei schwerer Ausprägung wird Ihnen Ihr Hautarzt zusätzlich einige Medikamente verordnen. Optimal ist es, wenn Hautpflege, Behandlungen im Institut und die Arzneitherapie in Einklang miteinander sind.