Verschiedene Menschen, die von Psoriasis betroffen sind, vor rotem Hintergrund.

Das Leben mit Psoriasis

Mehr als Schuppen, Plaques und Schübe

Die Psoriasisstudie von DERMASENCE

Psoriasis, auch als Schuppenflechte bekannt, ist weit mehr als eine sichtbare Hauterkrankung. Doch was bedeutet es für Betroffene, mit ihr zu leben? Für die DERMASENCE Psoriasis-Umfrage wurden 408 Menschen mit Psoriasis in Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen, wie vielfältig die Auswirkungen der Erkrankung sind. Neben körperlichen Symptomen wie Juckreiz, Trockenheit oder Plaques berichten viele Betroffene von psychischen Belastungen, sozialen Herausforderungen und Vorurteilen im Alltag.

Deutlich wird: Psoriasis lässt sich nicht auf Schübe und Hautveränderungen reduzieren. Hinter jeder Diagnose stehen individuelle Erfahrungen, Herausforderungen und Wege im Umgang mit der Erkrankung.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie haben wir in vier Themenschwerpunkte gegliedert: 

➔ Krankheitsbild

➔ Ursachen & Trigger

➔ Psoriasis im Alltag

➔ Therapie & Hautpflege

Über die Studie

Appinio im Auftrag von Medicos Kosmetik GmbH & Co. KG

  • Feldzeit: 20.05.2026–11.06.2026
  • n=408 Teilnehmer*innen
  • Alter: ab 18 Jahren
  • Wohnsitz: Deutschland
  • Zielgruppe: Menschen mit Psoriasis

Themenschwerpunkt 1: Krankheitsbild

Psoriasis beginnt häufig bereits in jungen Jahren

Psoriasis kann in jedem Lebensalter auftreten. Die Ergebnisse unserer Studie zeigen jedoch, dass sich die ersten Symptome bei vielen Betroffenen bereits in jungen Jahren bemerkbar machen. Mehr als die Hälfte der Befragten berichtet von einem Erkrankungsbeginn zwischen dem 4. und 18. Lebensjahr. Am häufigsten treten die ersten Anzeichen von Psoriasis jedoch im jungen Erwachsenenalter zwischen 19 und 40 Jahren auf.

Die Haut kommt selten zur Ruhe

Juckreiz, Trockenheit, Rötungen oder Plaques: Die Beschwerden von Menschen mit Psoriasis sind vielfältig und gehen häufig über akute Schübe hinaus. Unsere Umfrage zeigt, dass viele Betroffene auch in schubfreien Phasen weiterhin mit Hautsymptomen leben. Besonders Juckreiz und Trockenheit bleiben für viele Betroffene ständige Begleiter.

Die folgende Grafik verdeutlicht, welche Symptome während eines Schubs und in schubfreien Phasen am häufigsten auftreten.

Von Kopfhaut bis Nägeln

Frauen berichten besonders häufig von Psoriasis an der Kopfhaut, den Ellbogen und den Händen. Auch das Gesicht und die Nägel sind bei ihnen etwas häufiger betroffen als bei Männern.

Männer geben dagegen häufiger Beschwerden an den Armbeugen, den Kniekehlen, den Achseln und im Intimbereich an. Insgesamt zeigt sich, dass Psoriasis weit über die klassischen Stellen an Ellbogen und Knien hinausgeht und nahezu jede Körperregion betreffen kann.

Psoriasis kommt selten allein

Für viele Betroffene endet die Belastung nicht bei Juckreiz, Plaques oder Schüben. Unsere Befragung zeigt, dass viele Betroffene zusätzlich mit weiteren gesundheitlichen Herausforderungen leben. In unserer Studie gab mehr als ein Drittel der Befragten an, neben Psoriasis auch von psychischen Erkrankungen betroffen zu sein. Ebenfalls häufig genannt wurden Bluthochdruck und Psoriasis-Arthritis.

Themenschwerpunkt 2: Ursachen & Trigger

Persönliche Trigger sind häufig bekannt

Psoriasisschübe treten häufig nicht ohne erkennbaren Anlass auf. Tatsächlich gibt die Mehrheit der Befragten an, alle oder zumindest einige ihrer persönlichen Trigger identifiziert zu haben. Dennoch kennt rund jede fünfte Person die eigenen Auslöser nicht, was den Umgang mit der Erkrankung zusätzlich erschweren kann.

Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass bestimmte Faktoren besonders häufig mit dem Auftreten von Schüben in Verbindung gebracht werden. Zwar können Trigger individuell sehr unterschiedlich sein, einige Auslöser werden von Betroffenen jedoch deutlich häufiger genannt als andere.

Psoriasis liegt häufig in der Familie

Eine Psoriasis tritt in vielen Fällen familiär gehäuft auf. In unserer Studie geben knapp 38 % der Befragten an, weitere Psoriasis-Betroffene unter Verwandten ersten Grades (Eltern) zu haben. Weitere 34 % berichten von Betroffenen unter Verwandten zweiten Grades (Geschwister, Großeltern oder Enkelkinder). Rund jede vierte Person gibt an, die einzige Person mit Psoriasis in der Familie zu sein. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass genetische Faktoren bei der Entstehung der Erkrankung eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass eine Psoriasis auch ohne bekannte familiäre Vorbelastung auftreten kann.

Themenschwerpunkt 3: Psoriasis im Alltag

Die unsichtbare Belastung hinter den sichtbaren Symptomen

Was Außenstehende sehen, ist oft nur ein Teil der Erkrankung. Hinter den sichtbaren Hautveränderungen stehen Gefühle von Belastung, Unsicherheit und die ständige Sorge vor dem nächsten Schub. Für viele Betroffene beeinflusst Schuppenflechte nicht nur die Haut, sondern auch das tägliche Leben.

Besonders deutlich wird dies beim Blick auf die Krankheitsphasen: Während eines Schubs fühlen sich knapp 87 % der Befragten belastet – hier rot dargestellt. Aber selbst in schubfreien Phasen berichtet noch mehr als jede zweite Person von einer spürbaren Belastung im Alltag.

Betroffene beschreiben die psychische Belastung in eigenen Worten

Menschen, die davon keine Ahnung haben, gucken einen sehr komisch an, als ob man eine ansteckende Krankheit hätte. Darüber hinaus gibt es manchmal auch dumme Sprüche.

Befragte*r

Ich hatte einen starken Schub wegen Stress auf der Arbeit, hatte es am ganzen Körper. Menschen waren, glaube ich, angewidert, hatten Angst sich anzustecken.

Befragte*r

Es [bedeutet] eine extreme Beeinträchtigung der Lebensqualität […], an einer Psoriasis-Problematik erkrankt zu sein.

Befragte*r

Zwischen Verständnis und Unwissenheit: Wie erleben Betroffene ihr Umfeld?

Nicht nur die Erkrankung selbst, sondern auch die Reaktionen anderer Menschen können das Leben mit Psoriasis beeinflussen. Die Mehrheit der Befragten erlebt Familie und Freund*innen als verständnisvoll und rücksichtsvoll im Umgang mit ihrer Psoriasis. Im engen Umfeld fühlen sich viele Erkrankte gut unterstützt. Im weiteren Umfeld, etwa bei Kolleg*innen oder Bekannten, fällt die Wahrnehmung dagegen etwas zurückhaltender aus. Hier begegnen Betroffene häufiger Wissenslücken über die Erkrankung oder Unsicherheiten im Umgang mit sichtbaren Hautveränderungen. Umso wichtiger sind Aufklärung und ein offener Austausch über Psoriasis und ihre Auswirkungen auf den Alltag.

Was Nicht-Betroffene über die Psoriasis wissen sollten

Wir haben die Teilnehmer*innen gefragt, was Menschen ohne Psoriasis in ihren Augen über die Haukrankheit wissen sollten.

Dass diese Erkrankung psychisch sehr belastend und im Alltag sehr einschränkend für Betroffene sein kann – aufgrund des Schamgefühls. Und der Fakt sollte mehr verbreitet sein, dass es sich bei dieser Erkrankung nicht um mangelnde Körperpflege handelt bzw. dies nicht der Auslöser ist.

Befragte*r

Dass es nicht die Schuld von den Betroffenen selber ist und es schon gar nichts mit mangelnder Körperpflege zu tun hat.

Befragte*r

Vor allem, dass diese Erkrankung nicht ansteckend ist und eine gute Information auch gegenüber den Betroffenen von Vorteil sein kann.

Befragte*r

Welche Unterstützung hilft wirklich?

Neben einer wirksamen Behandlung können Verständnis, Rücksicht und ehrliches Interesse den Alltag mit Psoriasis spürbar erleichtern. Welche Unterstützung Betroffene als besonders wertvoll empfinden, ist jedoch individuell verschieden. Wir haben daher die Teilnehmenden gefragt, welche Formen der Unterstützung sie sich von ihrem Umfeld wünschen.

Im Austausch mit anderen Betroffenen

Zu wissen, dass andere Betroffene ähnliche Erfahrungen machen, kann entlasten. Während viele Betroffene den persönlichen Austausch oder Social Media nutzen, verzichtet rund jede dritte befragte Person auf den Kontakt zu anderen Betroffenen.

Wo informieren sich Menschen mit Psoriasis?

Menschen mit Psoriasis nutzen heute zahlreiche unterschiedliche Informationsquellen. Neben Hautärzt*innen spielen dabei digitale Informationsangebote eine immer größere Rolle. Besonders auffällig: Neben der klassischen Internetsuche nutzt inzwischen rund jede dritte befragte Person auch KI-Anwendungen, um sich über die Erkrankung zu informieren. Die folgende Grafik zeigt die drei Informationsquellen, die am häufigsten genannt wurden.

Was hätten Betroffene gerne früher gewusst?

Der Umgang mit Psoriasis ist oft von Erfahrungen, Versuchen und neuen Erkenntnissen geprägt. Auf die Frage, was Betroffene gerne früher über ihre Erkrankung gewusst hätten, nannten viele vor allem die Relevanz persönlicher Trigger, den Einfluss von Stress und Ernährung sowie die Möglichkeiten einer passenden Behandlung und Hautpflege.

Dass Stress der Auslöser ist und man mit den entsprechenden Maßnahmen möglicherweise den Ausbruch der Krankheit verhindern kann.

Befragte*r

Ich hätte gerne früher erfahren, welche Lebensmittel die Symptome eher verstärken und welche nicht und den Einfluss der Ernährung allgemein.

Befragte*r

Wie wichtig die richtige Hautpflege und konsequente Behandlung sind.

Befragte*r

Themenschwerpunkt 4: Therapie & Hautpflege

Welche Behandlungen helfen am meisten?

Viele Menschen mit Psoriasis probieren im Laufe ihrer Erkrankung unterschiedliche Behandlungsansätze aus. Besonders häufig werden verschreibungspflichtige Salben als hilfreich genannt. Gleichzeitig zeigt sich, dass auch eine angepasste Hautpflege aus der Apotheke für viele Betroffene ein wichtiger Baustein im Umgang mit der Erkrankung ist.

Die folgende Auswertung zeigt, welche Therapieformen den Befragten am meisten geholfen haben.

Die Apotheke als wichtiger Ansprechpartner

Die Apotheke ist für viele Menschen mit Schuppenflechte eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um Hautpflege und die tägliche Versorgung der Haut geht. Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass ein Großteil der Befragten bereits eine entsprechende Beratung in Anspruch genommen hat.

Besonders bemerkenswert: Rund drei Viertel der Befragten beschreiben ihre Erfahrungen mit der Apotheke in Bezug auf ihre Psoriasis insgesamt als (sehr) zufriedenstellend.

Hautpflege macht einen Unterschied

Wer mit Psoriasis lebt, weiß: Die richtige Hautpflege kann einen spürbaren Unterschied machen. Entsprechend eindeutig fällt das Urteil der Befragten aus. Die große Mehrheit schreibt ihrer Hautpflege einen soliden oder sogar starken Einfluss auf das Hautbild zu.

Doch nicht jedes Produkt erfüllt die gleichen Erwartungen. Wir haben daher gefragt, worauf Betroffene bei der Auswahl besonderen Wert legen.

Die Suche nach der passenden Hautpflege ist für viele eine Herausforderung

Dass Hautpflege bei Psoriasis eine wichtige Rolle spielt, steht für viele Befragte außer Frage. Dennoch haben noch nicht alle Erkrankten eine Hautpflege gefunden, die ihren individuellen Bedürfnissen vollständig gerecht wird.

Auf die Frage, ob sie bereits die passende Hautpflege gefunden haben, antwortet mehr als die Hälfte der Befragten mit “Nein” oder “Unsicher”. Die Suche nach geeigneten Produkten ist für viele Betroffene also noch immer Teil des Alltags.

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Alle wichtigen Umfrageergebnisse in einer PDF

Jede Haut schreibt ihre eigene Geschichte – und wir hören zu

Wir von DERMASENCE danken allen Teilnehmer*innen für ihre persönlichen Erfahrungen und ehrlichen Antworten. Die Ergebnisse unserer Psoriasisstudie machen deutlich: Hinter jeder Diagnose stehen individuelle Geschichten, Herausforderungen und Bedürfnisse. Sie zeigen aber auch, wie wichtig Aufklärung, Verständnis und ein ganzheitlicher Blick auf die Erkrankung sind.

Als Spezialist für medizinische Hautpflege möchten wir Menschen mit Psoriasis im Alltag unterstützen. Denn unsere Studie bestätigt, welchen hohen Stellenwert Hautpflege für viele Betroffene einnimmt und wie wichtig individuell passende Lösungen sind. Mit unserer Vitop Psoricur-Serie haben wir deshalb eine Pflegeserie entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse von entzündlicher, zu Psoriasis neigender Haut abgestimmt ist. Die Produkte können die tägliche Hautpflege sinnvoll ergänzen und dabei unterstützen, schubfreie Phasen bei Psoriasis-Symptomen zu verlängern.

Gemeinsam mit der kompetenten Beratung in der Apotheke möchten wir dazu beitragen, dass sich Menschen in ihrer Haut wohler fühlen. Dafür setzen wir uns jeden Tag ein – für mehr Hautgesundheit und Lebensqualität.