Deo – mit oder ohne Aluminium? | Der Inhaltsstoff auf dem Prüfstand

Seit geraumer Zeit stehen aluminiumhaltige kosmetische Produkte, insbesondere Antitranspirante, in Verdacht, eine gesundheitsgefährdende Wirkung zu haben. Die wissenschaftlichen Grundlagen waren aufgrund der bisher durchgeführten Studien sehr widersprüchlich und teils nicht gerechtfertigt. Dadurch herrscht(e) bei den Verbraucher*innen eine Unsicherheit darüber, ob weiterhin beispielsweise Deos bzw. Antitranspiranten mit Aluminium verwendet werden können oder besser nicht.

Aluminium im Alltag/Kosmetikschrank

Wir begegnen dem Stoff Aluminium häufiger im Alltag als wir vielleicht denken. Aufgrund seiner Eigenschaften wird er in vielen Produkten und technischen Prozessen eingesetzt – so natürlich auch in der Kosmetik.

Wir wissen alle, dass Aluminiumsalze als Inhaltsstoff zur Schweißregulation eingesetzt wird – die Schweißausführgänge ziehen sich zusammen, indem sie mit körpereigenen Eiweißen gelartige Komplexe bilden und so die Schweißkanäle kurzzeitig blockieren.

Darüber hinaus haben die Aluminiumsalze antibakterielle Eigenschaften. Diese wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien, welche den Schweiß zersetzen führt dazu, dass unangenehmen Gerüchen vorgebeugt wird. 

Daneben kommen Aluminiumverbindungen auch in Zahncremes, Lippenstiften, in Gesichts- oder Körperemulsionen oder in Make-Up sowie Haarpflegeprodukten vor.

Neues aus der Forschung

Wissenschaftler*innen haben erneut Humanstudien unter realistischen Anwendungsbedingungen durchgeführt, um die Absorption von Aluminium über die Haut zu untersuchen. Auf Basis der daraus resultierenden wissenschaftlichen Erkenntnisse kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung zu dem Entschluss, dass „Verbraucherinnen und Verbraucher signifikant weniger an Aluminium aufnehmen, als ursprünglich abgeschätzt war“ (BfR 2020, S. 3).

Es gibt also Entwarnung, was die Anwendung von Antitranspiranten mit beispielsweise Aluminiumsalzen wie Aluminium Chlorohydrate (ACH) anbelangt. „Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den regelmäßigen Gebrauch von ACH-haltigen Antitranspiranten sind nach gegenwärtigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand unwahrscheinlich“ (ebd.). Nach wie vor gibt es noch immer keine nachgewiesene Verbindung zwischen der Aufnahme von Aluminium und der Alzheimer-Demenz oder Brustkrebs.

Aluminiumzufuhr für den Körper reduzieren

Achte trotzdem darauf, dass du eher Deo-Roller/-Sticks oder eine Deo-Creme, wie beispielsweise die DERMASENCE Cream Deo, anstatt eines Deo-Sprays verwendest. Dadurch kommt es zu keiner inhalativen Aufnahme von Aluminium.

Gleichzeitig wird innerhalb der Risikobewertung auch betont, dass Lebensmittel sowie deren Zusatzstoffe, Verpackungsmaterialien und Zubereitungsgegenstände, eine bedeutende Expositionsquelle darstellen. Dementsprechend kann über die Nahrung eine erhöhte Aluminiumkonzentration in den menschlichen Organismus gelangen.

Quellen

Autorin

Anna Tersteeg, Kosmetikwissenschaftlerin

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