Flush & hektische Flecken – Schnelle Hilfe bei Hautrötungen

Sichtbare Äderchen, Hektikflecken, rote Flecken oder Flushs in der Mitte des Gesichts sowie das Gefühl von Hitzestau – dies sind Erscheinungen, von denen eine Vielzahl an Menschen in unterschiedlichen Situationen ihres Lebens betroffen sind. Nicht immer, aber doch sehr häufig ist die Hauterkrankung Rosacea dafür verantwortlich. Vollkommen unabhängig von der Ursache der Entstehung der Rötungen im Gesicht, gehen sie häufig mit starken emotionalen Verunsicherungen sowie einem enormen Leidensdruck einher.

Welche Faktoren können für diese genannten Erscheinungen insbesondere dann verantwortlich sein, wenn die Haut nicht von einer der beiden genannten Erkrankungen betroffen ist? Im folgenden Blogartikel stellen wir mögliche Ursachen kurz und knackig vor.

 

Ursächlich für Rötungen oder rote Flecken im Gesicht kann die Hauterkrankung Rosacea sein. Eine Vorstufe davon kann sich in Form einer Couperose zeigen. Überdies gibt es aber auch nicht zu beeinflussende Ursachen, nämlich das übliche Rotwerden vor Scham, Flecken durch eine bestimmte Form der Sonnenallergie sowie Rötungen durch den Genuss von Alkohol. 

Ja! Zwar handelt es sich bei der Rosacea um eine Erkrankung, die nicht heilbar ist. Jedoch kann die Symptomatik mit einer ganzheitlichen Betrachtung und einem angepassten Hautpflegekonzept reduziert werden. Hier gilt das Stichwort „Prävention“ (Vorbeugung) 😉. 

Dagegen kann gegen das Rotwerden vor Scham, gegen hektische Flecken oder gegen die Rötungen bei Alkoholkonsum leider nichts unternommen werden. 

Couperose oder Rosacea – Was steckt dahinter?

Bei der Couperose handelt es sich um eine mögliche Frühform der Hauterkrankung Rosacea. Hier ist eine Betrachtung ganz unabhängig voneinander notwendig. Denn Couperose ist ein rein kosmetisches Problem. Sie kann, muss jedoch nicht zwingend in der typischen Symptomatik der Rosacea münden.

Hier ist aufgrund einer Bindegewebsschwäche eine verringerte Fähigkeit des Gewebes, sich wieder zusammenzuziehen, zu beobachten. Im Laufe der Zeit kommt es zu bleibenden sichtbaren Gefäßerweiterungen, die nicht rückgängig zu machen sind. Zudem können sich weitere Äderchen bilden, die die optischen Rötungen zunehmend verstärken.

Bei der Couperose ist in der Haut, insbesondere im Gesicht, eine zunehmende Neigung zu Rötungen, Trockenheit und Empfindlichkeit sowie zum Auftreten erweiterter Blutgefäße zu beobachten. Diese Neigungen lassen sich in der Regel durch ein Hautpflegekonzept, das auf die Bedürfnisse der Haut individuell angepasst ist, nachhaltig reduzieren bzw. vorbeugen.

Sofern diese Vorkommnisse in der Haut jedoch nicht reguliert und behandelt werden, kommt es häufig im Laufe der Zeit zur Ausbildung der Rosacea, einer chronisch entzündlichen Hauterkrankung. Die Haut der Betroffenen ist sehr leicht reizbar, sodass endogene als auch exogene Faktoren zur Ausbildung der Symptomatik der Erkrankung führen.

Weitere Informationen zur Rosacea und darüber, wie du die Rötungen in Schach halten kannst, erfährst du in unserem Blogeitrag „Die richtige Pflege bei Rosacea – was hilft wirklich?“

Hinweis: Das Auftreten eines Flushs bzw. das Flush-Syndrom wird im Volksmund als „Erröten“ bezeichnet. Die Betroffenen einer Rosacea klagen häufig über wiederkehrende, flushartige Rötungen des Gesichts, die kurzerhand wieder abklingen – wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer Diathese (Neigung zur Ausbildung einer Erkrankung). In einem unmittelbaren Zusammenhang mit diesen sogenannten Flush-Episoden, stehen die Triggerfaktoren der Hauterkrankung. Bei einem auftretenden Flush wird eine vermehrte Durchblutung im Gesicht der Betroffenen beobachtet.

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Rote Flecken durch Sonnenallergie

In der Medizin existieren die Begriffe „Sonnenallergie“ oder „Lichtallergie“ streng genommen überhaupt gar nicht. Sie haben sich schlichtweg im Rahmen der Umgangssprache und somit des Sprachwandels etabliert. Es gilt allerdings zu berücksichtigen, dass unter einer Sonnenallergie eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen geführt wird, bei denen insbesondere das Sonnenlicht (genauer die UV-A-Strahlung) eine wesentliche Rolle spielt. Wie du die Symptome der häufigsten Form der Sonnenallergie, der polymorphen Lichtdermatose, erkennen kannst erfährst du in unserem Blogartikel „Sonnenallergie – Symptome erkennen und richtig handeln!“.

Wir möchten nun aber noch einmal genauer auf die seltenere Form der Sonnenallergie eingehen: Die phototoxische Reaktion. Diese kann sich beispielsweise durch rote Flecken, Rötungen, Juckreiz, Austrocknung sowie Schuppung der Haut zeigen.

Oft sind Hautareale, auf die vor dem Kontakt mit UV-Strahlung ein Duft bzw. ein Parfum aufgetragen wurde, betroffen. Hier zeigt sich nach kurzem Aufenthalt in der Sonne eine akut toxische (zu Deutsch: giftige) Reaktion. So besteht ein unmittelbarer Zusammenhang der Strahlung der Sonne mit einem chemischen Stoff.

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Rotwerden & hektische Flecken

Wir alle kennen Situationen, in denen wir merken, dass wir vor Scham rot werden. Diese Situationen können wir nicht beeinflussen, weil sie schlichtweg passieren und wir müssen uns damit arrangieren. Der Grund für das Rotwerden ist eine Aktivierung des parasympathischen (unbewussten) Nervensystems. Dieses hat nämlich unmittelbare Auswirkungen auf die kleinsten Blutkapillaren unserer Haut.

Der Sympathikus-Nerv wird in stressigen Situationen aktiv. Die Kapillaren weiten sich. Es kann mehr Blut durch sie hindurchfließen – das Resultat: Wir werden rot. Der Grund dafür, dass beispielsweise hektische Flecken entstehen, liegt in der ungleichmäßigen Kapillardichte in der Haut. Manche Hautareale werden schlichtweg besser durchblutet sowie andere weniger. Auf diese Weise zeichnet sich die fleckenförmige Durchblutung aus. 

Wusstest du schon?

Alkohol ist nicht nur bei einer bestehenden Rosacea ein Triggerfaktor, der verantwortlich für das Steigen der Röte ins Gesicht bzw. das Gefühl von innerer Hitze ist. Es gibt darüber hinaus das sogenannte „Alkohol-Flush-Syndrom“, das verantwortlich für das Erröten des Gesichts sowie für ein Hitzegefühl ist. Der Körper der Betroffenen kann den konsumierten Alkohol schlecht abbauen. Die beim Abbau von Alkohol relevante Enzymaktivität (der sogenannten Acetldehyddehydrogenase) ist dabei herabgesetzt. Das hat die schrittweise Anhäufung des Enzyms zur Folge. Ein Symptom dieses Prozesses können Rötungen im Gesicht sein, die durch die Weitstellung der Gefäße entstehen.

Allgemeine Tipps

Hier folgen ein paar Tipps, um die gerötete Haut wieder zur Ruhe zu bringen:

  • Im Rahmen der Couperose und/oder Rosacea sollte als Vorbeugung ein angepassten Hautpflegekonzept in den Alltag integriert werden. 
  • Bei Neigung zu einer Rosacea sollte unbedingt (!) eine dermatologische Praxis aufgesucht werden.
  • Die Hautpflegeprodukte sollten im Idealfall aufeinander abgestimmt werden.
  • Ständiges Wechseln der Hautpflege kann zusätzliche Irritationen begünstigen. 
  • Alltäglicher Stress sollte vermieden werden.
  • Zu guter Letzt: Mit den Rötungen abfinden. Wenn sich keine Hauterkrankung dahinter verbirgt, dann sind die roten Wangen halb so wild! 😊

Quellen

  • Carsten Dieme (o. J.: Angst vorm Erröten? Erythrophobie: Hintergründe, Auswege und Erfolgsberichte Betroffener.
  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (Hrsg) (2013): Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Rosacea. URL: www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-065l_S1_Rosazea_2014-04-abgelaufen.pdf (Stand: 11.02.2020).
  • Tanew, Adrian (2014): Photodermatologie. Sommer, Sonne, Allergie. In: hautnah, 2. URL: www.tanew4haut-haar.at/wp-content/uploads/Sonnenallergie_hautnah-2014.pdf

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