Hilfe bei Couperose – Rote Äderchen im Gesicht effektiv behandeln

Die roten Äderchen im Gesicht und die damit verbundene Hautveränderung stellt für die Betroffenen nicht nur optisch ein Problem dar. Auch psychisch leiden die Patient*innen, denn es geht ein Stück Lebensqualität verloren. Durch die Veränderung im Gesicht fühlen sich die Betroffenen nicht mehr wohl in ihrer Haut.  In diesem Artikel erfährst du alles über die wichtigsten Fakten rund um die Couperose.

 

Von einer Couperose wird gesprochen, wenn sich leichte Rötungen im Gesicht aufgrund von Gefäßerweiterungen erkennen lassen.

Milde Reinigungsprodukte sollten verwendet werden. Sowohl auf reizende und durchblutungsfördernde Inhaltstoffe (Menthol, Kampfer) als auch Duftstoffe sollte verzichtet werden, da die Haut ohnehin sehr empfindlich ist. Außerdem sollte täglich ein UV-Schutz aufgetragen werden. 

Bei der Rosacea handelt es sich um eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, während die Couperose eine Bindegewebsschwäche aufweist und keine Hauterkrankung ist.

Wie äußert sich eine Couperose?

Eine Couperose, auch als Kupferfinne oder Kupferrose bezeichnet, lässt sich durch leichte Rötungen im Gesicht, gerade auf der Nase und auf den Wangen, erkennen. Dabei handelt es sich um sichtbare Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien), die durch Gefäß- und Bindegewebsschwäche entstehen. Das Problem: Den Gefäßen fehlt es an Elastizität und sie können sich nicht mehr zusammenziehen. Dies führt langfristig zu einer Blutstauung.

Bei einer Couperose handelt es sich um eine Bindegewebsschwäche, die nicht ansteckend ist. Kennzeichnend für die Hautveränderung sind die blau-violetten erweiterten Blutgefäße, die kleine bis große Hautflächen bedecken.

Weitere subjektiv empfundene Symptome wie ein Stechen, Brennen oder Juckreiz der Haut sind ebenfalls bekannt. Die Betroffenen leiden neben einer Couperose außerdem häufig an einer trockenen Haut.

Ab einem Alter von 30 Jahren kann sich die Couperose ausbreiten, wobei es sowohl Frauen als auch Männer betreffen kann. Gerade hellhäutige Menschen mit blonden oder roten Haaren leiden unter einer Couperose. Sie sind auch nachweislich häufiger von einer Rosacea (Rosazea) betroffen.

Wie entsteht eine Couperose?

Die genaue Ursache für eine Couperose ist nicht bekannt. Die Wissenschaft bzw. Forscher*innen gehen davon aus, dass eine familiäre Veranlagung bei den Betroffenen vorliegt. Außerdem können Krankheiten, wie z. B. Adipositas oder falsche Hautpflegeprodukte Auslöser für eine Couperose sein. Enthaltene Tenside (waschaktive Substanzen) in Hautpflegeprodukten können Proteine und Lipide (Fette) in der obersten Hautschicht (Stratum Corneum) stören und somit die Barrierefunktion der Haut schwächen.

Durch die beeinträchtigte Barrierefunktion ist die Haut anfälliger bzw. empfindlicher gegenüber Reizstoffen (z. B. Natriumlaurysulfat), sodass Rötungen schneller entstehen können. Daher sollte auf eine milde Reinigung geachtet werden. Auch auf durchblutungsfördernde Inhaltstoffe wie Menthol sollte verzichtet werden. Achtung – auch Duftstoffe können irritierende und allergische Reaktionen hervorrufen.

Triggerfaktoren, die eine Couperose begünstigen

Mit der Couperose können auch anfallsartigen Rötungen (so genannte Flushs) einhergehen, für die so genannte Triggerfaktoren verantwortlich sind.

Folgende Triggerfaktoren können Entzündungsreaktionen der Haut hervorrufen und die Rötungen verstärken:

  • Alkohol
  • Nikotin
  • Schwarztee
  • Sport
  • Scharfe Speisen und Gewürze
  • Starke Temperaturveränderungen 
  • UV-Strahlungen

 

Betroffene einer Couperose- und Rosacea-Haut weisen eine signifikant niedrige Reizschwelle gegenüber Hitze auf. Dabei werden sensorische Nervenendigungen aktiviert, die eine besondere Rolle in Hinblick auf die Entstehung der Couperose spielen. Es gibt Hinweise dafür, dass einige Nahrungsmittel als Triggerfaktoren die Couperose und Rosacea negativ beeinflussen können. Es hat sich herausgestellt, dass scharfe Saucen, verschiedene Pfeffersorten und Gewürze als Trigger für die Hautkrankheiten verantwortlich sind. Ebenfalls gelten Getränke wie hochprozentige Alkoholika, Wein, Bier sowie heißer Tee als Auslöser.

 

Durch die niedrige Reizschwelle werden die Gefäße geweitet und die Durchblutung stärker. Sichtbar werden dabei die rötlichen Stellen im Gesicht. Milchprodukte hingegen haben keinen Einfluss auf einen Ausbruch der Couperose oder der Rosacea. Kaffee galt ebenfalls lange als Triggerfaktor für eine Couperose oder Rosacea. In einer Studie wurden Hinweise geliefert, die bewiesen haben, „dass die Aufnahme von Koffein und der Konsum von koffeinhaltigem Kaffee mit einem verringerten Risiko für das Auftreten von Rosacea assoziiert sind.“ (vgl. Suyun Li, OhD et al. Jamadermatol 2018).

UV-Strahlen als Feind des Porzellan-Teints

Betroffene einer Couperose leiden ohnehin schon unter geweiteten Blutgefäßen. Durch die UV-Exposition werden Entzündungsprozesse in der Haut und die Bildung neuer Blutgefäße gefördert. Sie führen im Wesentlichen zu einer Verschlechterung der Couperose. Deshalb gilt für die Betroffenen, besonders vorsichtig in der Sonne zu sein. Die Notwendigkeit eines ganzheitlichen UV-Schutzes ist gegeben.

Wie du deine Haut richtig vor der Sonne schützt, erfährst du in unserem Blogartikel „Ganzheitlicher UV-Schutz – Wie man die Haut richtig vor der Sonne schützt“.

Couperose und Rosacea – so gleich und doch so verschieden

Auf den ersten Blick kann man als Laie kaum unterscheiden, ob es sich bei den Hautrötungen im Gesicht um eine Couperose oder um eine Rosacea handelt. Trotz des großen Unterschieds, dass es sich bei der Rosacea um eine Hauterkrankung handelt, während die Couperose geweitete Gefäßerweiterung (Teleangiektasien) aufweist, ähneln sie sich in einigen Punkten. Sowohl bei einer Couperose als auch bei einer Rosacea wird davon ausgegangen, dass genetische Veranlagungen für die Gefäßerweiterungen verantwortlich sind. Zwar kann sich aus einer Couperose eine Rosacea entwickeln, dies muss aber nicht zwingend der Fall sein. Betroffene einer Couperose können auch ein ganzes Leben von der Rosacea verschont bleiben.   

Folgende Fakten unterscheiden die Hautkrankheit Rosacea von der Teleangiektasien Couperose:  


Rosacea

  • chronisch entzündliche Hauterkrankung
  • Zu Beginn auftretende Rötungen im Gesicht können bestehen bleiben
  • Im Verlauf der Zeit entwickeln sich die Rötungen zu Papeln und Pusteln
  • Vergrößerte Talgdrüsen und Wucherungen des Bindegewebes: Entstehung einer vergröberten Oberfläche der Haut
  • Schuppende Bereiche im Gesicht
  • Bei extremen Fällen Schmerzen

 


Couperose

  • Bindegewebsschwäche, keine Hauterkrankung
  • Rötungen können im Anfangsstadium im Verlauf der Zeit wieder verschwinden, da die Haut es schafft sich selbst zu regenerieren
  • Im Verlauf der Zeit sichtbare Gefäßerweiterungen
  • Keine vergröberte Oberfläche der Haut
  • Keine schuppenden Bereiche im Gesicht 
  • Keine Schmerzen 

 


In unserem Blogartikel „Die richtige Pflege bei Rosacea – Was hilft wirklich?“ erfährst du alles über die passende Pflege bei einer Rosacea.

Die plötzliche Hautrötung im Gesicht – der „Flush“

Als „Flush“ werden schlagartige Hautrötungen im Gesicht bezeichnet. Dabei erweitern sich die Gefäße, wodurch eine starke Durchblutung im Gesicht stattfindet und die Betroffenen plötzlich eine „knallrote“ Gesichtsfarbe im Nasen- und Wangenbereich haben. Dies ist meist einhergehend mit einem aufsteigenden Hitzegefühl. Der Flush kann einerseits in kürzester Zeit wieder verschwinden, andererseits können die Rötungen auch einen chronischen Verlauf nehmen.

Zwischen diesen „Schüben“ beruhigt sich die Haut weitestgehend. Die Betroffenen sind einem großen Leidensdruck ausgesetzt, sobald ein Schub eintritt. Innerhalb weniger Minuten gehen starke Rötungen mit einer spürbaren Wärmeentwicklung, Spannungsgefühlen, einem Juckreiz sowie einem Brennen einher.

Die richtige Hautpflegeroutine bei einer Couperose

Egal, ob Couperose, Rosacea oder Hautrötungen, die zum Beispiel durch Stress entstehen, unsere DERMASENCE RosaMin Pflegeserie bietet effektive Hilfe bei Haurötungen jeglicher Art. Aber: Bereits „geplatzte“/kaputte Gefäße lassen sich mit kosmetischen Pflegeprodukten nicht wieder „reparieren“. Es geht vielmehr um die Prävention.

Aufgrund der Empfindlichkeit der Haut besteht ein höheres Irritationspotential. Deshalb ist auf eine milde Reinigung zu achten. Zusätzlich wird den Betroffenen geraten, das Reinigungsprodukt mit lauwarmen und nicht mit heißem Wasser abzuwaschen, da heißes Wasser eine Gefäßerweiterung verstärkt. Körnige bzw. mechanische Peelings sollten aufgrund der empfindlichen und leicht reizenden Haut ebenfalls nicht angewendet werden. Feuchtigkeitsbindende Inhaltstoffe, wie zum Beispiel Hyaluronsäure, bieten der zu Couperose und Rosacea neigenden Haut viele Vorteile. Hier eignet sich perfekt das DERMASENCE RosaMin Intensiv beruhigende Serum, das einen Komplex für Feuchtigkeit beinhaltet, welcher auch in tiefere Hautschichten eindringen kann.

Nachweislich hat die empfindliche Haut nämlich einen erhöhten transepidermalen Wasserverlust (TEWL). 

Panthenol, ein Inhaltstoff, der sich in allen DERMASENCE RosaMin Pflegeprodukten wiederfindet, wirkt Missempfindungen, wie Brennen, Stechen und Hitzegefühl entgegen. Bestehende Hautrötungen können dadurch reduziert. Durch die Kombination aus Färberwaid (wirkt entzündungshemmend) und Panthenol können langfristig die Gefäße gestärkt und somit Entzündungen vorgebeugt werden.

Viele Betroffene einer Couperose gehen der Fruchtsäure, aufgrund der enthaltenden Glycolsäure, aus dem Weg. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass Glycolsäure das Bindegewebe stärkt. Daher können Fruchtsäuren zwischendurch ohne Bedenken angewendet werden.

Sonnenschutz – die Notwendigkeit in der Hautpflegeroutine

Ein täglicher Sonnenschutz bei einer Couperose ist nicht mehr weg zu denken. Die UV-Exposition ist einer der wichtigsten Auslöser akuter Couperose- und Rosacea-Schübe. Auch die daraus resultierenden Lichtschäden können zur Pathogenese (Entstehung) der Couperose und Rosacea beitragen. Das UV-Licht regt die Produktion von proinflammatorischen (entzündungsfördernd) Peptiden an, was wiederum zu einer Verschlimmerung der Couperose und Rosacea führt.

Die DERMASENCE RosaMin Getönte Tagespflege LSF 50 bietet zum einen für den Alltag einen guten Sonnenschutz und zum anderen werden Rötungen, durch mikroverkapselte Farbpigmente, kaschiert. Hält man sich länger im Freien auf sollte ein explizierter Sonnenschutz großzügig aufgetragen werden. Die DERMASENCE Solvinea Med LSF 50+ ist speziell für die empfindliche Haut entwickelt.

Quellen

Unsere Produktempfehlung bei Couperose