Schuppenflechte (Psoriasis) | Das Wichtigste zur Entstehung und Behandlung

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch, schubweise auftretende Hauterkrankung mit einer Verhornungsstörung. Festzuhalten gilt, dass die Schuppenflechte nicht ansteckend ist. Sie kann sowohl bei Männern als auch Frauen jeden Alters auftreten. In Deutschland sind ca. 2–2,5 % der Bevölkerung und weltweit circa 125 Mio. Menschen betroffen. Damit zählt sie zu einer der am häufigsten auftretenden Hauterkrankungen. In diesem Blogartikel möchten wir erklären, was es mit der Schuppenflechte auf sich hat. Außerdem wollen wir dir Hilfestellungen im Umgang mit der Krankheit geben und die richtige Hautpflege näherbringen.

 

Die Schuppenflechte ist eine Autoimmunerkrankung. Das körpereigene Immunsystem verwechselt die Struktur der Hautzellen mit Proteinen, die auf der Oberfläche von Bakterien zu finden sind. Der Körper reagiert mit einer Entzündungsreaktion und die Hautneubildung wird angeregt. Das Resultat sind scharf begrenzte, mit Rötungen einhergehende Herde, welche mit weißen oder silberfarbenen Schuppen überzogen sind (Plaques).

Bei der Therapie können Maßnahmen ergriffen werden, die die Lebensqualität wieder erhöhen und den Leidensdruck verringern. Grundsätzlich gilt es, Triggerfaktoren, die einen Schuppenflechte-Schub auslösen können, zu vermeiden. Dazu zählen zum Beispiel physikalische, chemische und entzündliche Hautreizungen, bestimmte Arzneimittel, Alkoholkonsum oder Stress. Außerdem sind Psoriatiker*innen sehr auf eine kontinuierliche Hautpflegeroutine angewiesen.

Was ist die Ursache von Schuppenflechte?

Bei der Schuppenflechte handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Es liegt also ein Irrtum im körpereigenen Immunsystem vor. Die Struktur der Hautzellen (Keratinozyten) wird mit den Proteinen, welche auf der Oberfläche von Bakterien zu finden sind, verwechselt. Der Körper versucht dann, die vermeintlichen „Eindringlinge“ loszuwerden und es kommt zu einer Entzündungsreaktion. Die Hautneubildung wird durch Botenstoffe vermehrt angeregt und es entstehen scharf begrenzte, mit Rötungen einhergehende Herde, welche mit weißen oder silberfarbenen Schuppen überzogen sind (Plaques).

 

Welche Symptome deuten auf eine Schuppenflechte hin?

Grundsätzlich besteht die Haut aus Millionen winzigster Hautzellen, welche sich innerhalb von vier Wochen erneuern. Bei Menschen mit Schuppenflechte ist diese Zeitspanne der Hautneubildung auf sieben Tage verkürzt – die Zellen der obersten Hautschicht (Epidermis) „wandern“ bei Betroffenen viel schneller an die Hautoberfläche. Daraus folgen Symptome wie:

  • Plaques
  • Juckreiz
  • Brennen
  • Schwellungen
  • Schmerzen
  • Nagelveränderungen

Die Schuppenflechte kann an allen Körperarealen auftreten, häufig tritt sie aber an den Streckseiten der Arme und Beine, an den Ellenbogen und Knien oder in der Lendenregion auf. Auch die Hände und Füße sowie die Nägel können betroffen sein. Nicht selten kommt die Schuppenflechte auch an der Kopfhaut, hinter den Ohren vor.

Je nach Ort ihres Auftretens, nach Aussehen oder Alter des Betroffenen wird die Schuppenflechte in verschiedene Arten unterteilt: So gibt es beispielsweise die Psoriasius vulgaris, Psoriasis pustulosa, die Nagelpsoriasis, Psoriasis inversa sowie weitere. Bei auftretenden Symptomen sollte dermatologischer Rat aufgesucht werden. Hier kann diagnostiziert werden, ob es sich um eine Schuppenflechte handelt. Darüber hinaus kann ein Behandlungsplan erstellt und somit ein Stück Lebensqualität gewonnen werden.

Wie beeinträchtigt die Schuppenflechte das Leben der Betroffenen?

Neben den schmerzhaften, deutlich sichtbaren körperlichen Symptomen kann die Schuppenflechte auch psychische Beeinträchtigungen bewirken. Sind die betroffenen Hautareale von außen sichtbar, tritt die Schuppenflechte also beispielsweise am Kopf, im Gesicht oder an den Händen auf, kann damit ein enormer Leidensdruck einher gehen. In den Patient*innen verursacht es meist Beschämung, Unwohlsein, mangelndes Selbstvertrauen, Angst und ein vermehrtes Auftreten von Depressionen. Ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität kann daher erheblich beeinträchtigt sein. 

Allgemeine Tipps für Psoriatiker*innen

Im Folgenden wollen wir Hilfestellungen geben, die die Lebensqualität wieder erhöhen und den Leidensdruck verringern. Grundsätzlich gilt es, Triggerfaktoren, die einen Schuppenflechte-Schub auslösen können, zu vermeiden. Dazu zählen zum Beispiel physikalische, chemische und entzündliche Hautreizungen, bestimmte Arzneimittel, Alkoholkonsum oder Stress.

Außerdem sind Psoriatiker*innen sehr auf eine kontinuierliche Hautpflegeroutine angewiesen. Folgende Pflegemaßnahmen bieten sich an, bei der Behandlung kontinuierlich zu befolgen:

  • Zeit für die Körperpflege in den Alltag einbauen
  • Bäder mit Öl- oder Salzzusätzen weichen die Schuppen auf
  • Beim Abtrocknen mit einem weichen Handtuch abtupfen
  • Nur medizinische Hautpflegeprodukte verwenden, die leicht rückfettend und wasserbindend sind
     

Dies sollte sowohl in der akuten Schubphase als auch in der erscheinungsfreien Zeit befolgt werden.

    Empfohlene Wirkstoffe bei Psoriasis

    Die medizinische Hautpflege von DERMASENCE kann als „Problemlöser“ dazu beitragen, die verschiedenen Symptome zu mindern.

    Da die Psoriasis häufig eine lebenslange Therapie erfordert, können gut verträgliche und wirksame topische Behandlungen mit guter kosmetischer Akzeptanz dieser großen Patientengruppe von großem Nutzen sein. Sie tragen nachweislich zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Aktuelle Leitlinien empfehlen Keratolytika (lösen die Plaques) und hydratisierende sowie hautglättende Inhaltsstoffe.

    Vor allem den so genannten Keratolytika kommt bei der Pflege der überhornten, schuppigen Haut eine besondere Bedeutung zu. Sie …

    • erweichen und hydratisieren die Hornschicht
    • lösen Überverhornungen
    • tragen zur Reparatur der Barriere bei
    • verbessern die Penetration von topischen Therapeutikern

    Eine hohe Evidenz für diese Wirkung haben die Wirkstoffe Salizylsäure und Urea (auch Harnstoff genannt, in höheren Konzentrationen).

    Harnstoff ist dafür bekannt, dass er keratolytisch, feuchtigkeitsspendend und -bindend, epidermisverdünnend und juckreizstillend wirkt. Die feuchtigkeitsspendende Wirkung von Harnstoff bei trockenen und schuppigen Hautzuständen ist umfassend untersucht und gut anerkannt.

    Salizylsäure (BHA) hat konzentrationsabhängig hornerweichende sowie hornlösende und auch anti-entzündliche Eigenschaften. In kosmetischen Formulierungen überwiegt die hornerweichende Wirkung, die in Kombination mit weiteren Wirkstoffen zur Glättung überverhornter Areale beiträgt.

    Konkrete Produktempfehlungen für ...

    … zu Psoriasis neigende Haut am Körper

    • Lösen von Plaques: Die hornlösende Spezialpflege DERMASENCE Mycolex Schrundencreme kann überverhornte, sich schuppende Areale mit ihrem hohen Anteil an Urea glätten.

    • Tägliche Reinigung: Der pH-hautneutrale DERMASENCE Vitop forte Reinigungsschaum reinigt die sensible Haut sanft und seifenfrei.

    • Tägliche Basispflege zur großflächigen Anwendung: Die entzündungsregulierenden Pflanzenextrakten der DERMASENCE Vitop forte Pflegecreme stimulieren die hauteigenen Regenerationsprozesse. So kann die Pflegecreme bei langfristiger Anwendung neuen Entzündungsprozessen und entzündungsbedingten Juckreiz vorbeugen.

    • Bei akutem Juckreiz: Die kühlende Pflegelotion DERMASENCE Polaneth Lotion reduziert das Juckempfinden mit Polidocanol. Feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe pflegen die Haut.

    … zu Psoriasis neigende Kopfhaut

    • Kur zum Lösen von Plaques: Das Kopfhaut-Therapeutikum DERMASENCE Selensiv Shampoo empfehlen wir zur kurartigen Anwendung (2-3 Wochen) bei intensiver Kopfschuppenbildung. Selendisulfid, Salizylsäure und Teebaumöl regulieren das physiologische Gleichgewicht der Kopfhaut.

    • Tägliche Reinigung bei juckender Kopfhaut: Das kühlende DERMASENCE Polaneth Shampoo kombiniert die sanfte Reinigung der zu Psoriasis neigenden Kopfhaut mit einer juckreizstillenden Wirkung.

    • Bei akut juckender Kopfhaut: Das beruhigende DERMASENCE Polaneth Kühlendes Kopfhaut-Liquid ist ideal für akuten Juckreiz unterwegs. Ohne zu fetten, punktet es mit seiner Anti-Juckreiz-Formel.

    Insbesondere bei den juckreizstillenden Polaneth-Produkten handelt es sich um Möglichkeiten zu Linderung eines akuten Missempfindens, dem Juckreiz. Auch wenn eine dauerhafte Anwendung teilweise möglich ist, empfehlen wir dir, stets eine ärztliche Meinung einzuholen.

    Aber eins steht fest: Mit einer problemlösenden und regelmäßigen Basispflege und der (weitestgehenden) Meidung von Triggerfaktoren kann die Lebensqualität von Psoriatiker*innen deutlich verbessert werden!

    Quellen

    • Gudjonsson, Johann E., and James T. Elder. "Psoriasis: epidemiology." Clinics in dermatology 25.6 (2007): 535-546.
    • Kalb, Robert E., et al. "Treatment of intertriginous psoriasis: from the Medical Board of the National Psoriasis Foundation." Journal of the American Academy of Dermatology 60.1 (2009): 120-124.
    • Abeck, Dietrich. "Psoriasis vulgaris." Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer, Berlin, Heidelberg, 2020. 123-131.
    • Nast, Alexander, et al. "S3‐Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris Update 2011." JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft 9 (2011): S1-S104.
    • Makrantonaki, Evgenia. "Behandlung von Psoriasis durch Veränderungen des Lebensstils." Der Hautarzt 70.12 (2019): 993-994.
    • Traupe, Heiko, and Bernt-Peter Robra. "Themenheft 11" Schuppenflechte"." (2002).
    • Mrowietz, Ulrich, and Gerhard Schmid-Ott. "Schuppenflechte: was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten." Karger Medical and Scientific Publishers, 2011.

    Autorin

    Anna Tersteeg, Kosmetikwissenschaftlerin

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