Trockene Hände | Tipps für die richtige Handpflege

Trockene, teils rissige Haut an den Händen kennen viele – oft sogar dann, wenn die Haut sonst kaum zu Trockenheit neigt. Spannungsgefühle, Juckreiz oder sogar Schmerzen können die Folge sein und alltägliche Handgriffe erschweren. Warum unsere Hände so anfällig für Trockenheit sind und was wirklich dagegen hilft, erfährst du in diesem Blogartikel.

Unsere Hände sind sowohl äußeren Einflüssen wie häufigem Waschen, Reinigungsmitteln und Witterung als auch inneren Faktoren wie Hauterkrankungen ausgesetzt, die die Hautbarriere schwächen und so zur Austrocknung beitragen können. Da die Haut an den Händen zudem weniger Talgdrüsen besitzt und Feuchtigkeit schlechter speichert, trocknet sie im Vergleich zu anderen Körperstellen besonders schnell aus.1

Bei trockener Haut im Bereich der Hände sind eine konsequente Pflegeroutine sowie die gezielte Entlastung der Haut entscheidend. Nur durch die Kombination aus regelmäßiger Pflege, schonender Reinigung und dem Vermeiden belastender Einflüsse kann sich die Hautbarriere langfristig stabilisieren und regenerieren.

Zur Pflege beanspruchter und trockener Hände eignet sich die DERMASENCE Adtop Handcreme. Ihre Formulierung kombiniert feuchtigkeitsspendende und rückfettende Inhaltsstoffe, die dazu beitragen, die Hautbarriere zu stärken und den Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren. Dadurch wird die Haut nachhaltig gepflegt und vor weiterer Austrocknung geschützt.

Warum sind meine Hände trocken?

Kaum ein anderes Körperteil ist so häufig von Trockenheit betroffen wie unsere Hände. Die Ursachen sind hierbei verschieden, da sowohl äußere als auch innere Faktoren (sowie deren Kombination) einen Einfluss auf das Hautbild haben können:

Äußere Einflüsse

Umweltfaktoren

Umweltfaktoren

Exogene Umweltbedingungen stellen einen zentralen Einflussfaktor für die Entstehung trockener Hände dar. Insbesondere Kälte und eine niedrige Luftfeuchtigkeit – wie sie häufig in den Wintermonaten oder durch trockene Heizungsluft in Innenräumen auftreten – führen zu einem erhöhten transepidermalen Wasserverlust (TEWL). Gleichzeitig wird die Lipidproduktion der Haut reduziert, wodurch die epidermale Barrierefunktion geschwächt wird. Mehr zu trockenen Händen im Winter erfährst du in unserem Blogartikel „Handpflege – Pflege für trockene und rissige Hände im Winter“.

Aber auch eine intensive Sonnenexposition kann die Haut langfristig schädigen, indem sie oxidativen Stress fördert und die Hautstruktur beeinträchtigt, was ebenfalls zu Trockenheit und erhöhter Empfindlichkeit führen kann.2 

Berufliche Faktoren und Feuchtarbeit

Berufliche Faktoren und Feuchtarbeit

Bestimmte berufliche Tätigkeiten und Freizeitaktivitäten sind mit einer erhöhten Belastung der Haut verbunden. Insbesondere sogenannte „Feuchtarbeiten“, das ständige Tragen von Handschuhen (fördert die Schweißbildung) sowie der wiederholte Kontakt mit potenziell hautschädigenden Stoffen (z. B. Reinigungsmittel, Chemikalien oder Metalle) können die Hautbarriere nachhaltig beeinträchtigen. Dadurch wird nicht nur der Feuchtigkeitsverlust der Haut begünstigt, sondern auch das Eindringen irritierender Substanzen erleichtert.2

In diesem Zusammenhang kommt es häufig zum Auftreten eines irritativen Kontaktekzems, das durch eine direkte Schädigung der Haut infolge wiederholter Belastung entsteht. Besonders betroffen sind Berufsgruppen wie Friseurinnen und Friseure, Beschäftigte im Bau- oder Metallgewerbe sowie Pflegekräfte. Typische Symptome sind Trockenheit, Rötung, Schuppung sowie Spannungsgefühle oder Brennen.3 Doch auch im privaten Bereich – beispielsweise bei intensiver Hausarbeit – kann der regelmäßige Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln die Hautbarriere schwächen und die Entwicklung eines irritativen Ekzems begünstigen.

Waschverhalten und Hygienemaßnahmen

Waschverhalten und Hygienemaßnahmen

Das individuelle Waschverhalten hat ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf den Hautzustand. Sehr langes, heißes und häufiges Händewaschen kann die Haut stark beanspruchen, da dabei hauteigene Lipide aus der Hornschicht gelöst werden und die Hautbarriere an Integrität verliert. Die Verwendung alkalischer Seifen (hoher pH-Wert) und aggressiver Reinigungsmittel verstärkt diesen Effekt zusätzlich, da sie den physiologischen pH-Wert der Haut verändern und die Barrierefunktion beeinträchtigen. Auch die Anwendung alkoholbasierter Desinfektionsmittel kann – trotz rückfettender Zusätze – bei intensiver Nutzung zu einer zusätzlichen Austrocknung führen. Die Kombination aus häufigem Waschen und unzureichender Pflege fördert diesen Effekt.2

Innere Einflüsse

Hauterkrankungen und genetische Veranlagung

Hauterkrankungen und genetische Veranlagung

Eine weitere Ursache für trockene Hände liegt häufig in der Haut selbst. Chronisch-entzündliche Hauterkrankungen wie Neurodermitis bzw. atopische Dermatitis und Psoriasis gehen mit einer gestörten Hautbarriere einher, die besonders an den Händen aufgrund der erhöhten Beanspruchung oft überlastet ist. Rund 50-60 % der Patient*innen mit atopischer Dermatitis zeigen daher akute Trockenheit an den Händen, ein sogenanntes atopisches Handekzem.4 Die Haut verliert vermehrt Feuchtigkeit, Erreger können in die Haut eintreten und es kommt zu neuen Entzündungen, oft verbunden mit starkem Juckreiz. Unbehandelt können so extreme Hautbilder mit teils tiefen Trockenheitsrissen entstehen.

Allergisches Ekzem

Allergisches Ekzem

Neben dem atopischen Handekzem, welches auf eine atopische Dermatitis zurückzuführen ist, und dem irritativen Kontaktekzem, das durch eine anhaltende Belastung der Hautbarriere entsteht, lässt sich im Bereich der Hände häufig noch eine weitere Ekzem-Form finden: das allergische Kontaktekzem. Hierbei handelt es sich um eine verzögerte immunologische Reaktion (Typ-IV-Sensibilisierung) auf bestimmte Allergene, wie beispielsweise Duftstoffe, Konservierungsmittel oder Metalle. Nach erfolgter Sensibilisierung führt der erneute Kontakt mit dem Allergen zu einer entzündlichen Hautreaktion, die sich typischerweise durch Rötung, Juckreiz, Bläschenbildung sowie trockene und schuppige Haut manifestiert.5

Lebensstil, Medikamente und systemische Einflüsse

Lebensstil, Medikamente und systemische Einflüsse

Neben äußeren und dermatologischen Ursachen können auch individuelle Lebensgewohnheiten sowie innere Prozesse im Körper zur Entstehung trockener Hände beitragen. Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr und Nährstoffdefizite können die Hautbarriere schwächen und die Anfälligkeit für Trockenheit erhöhen. Ebenso ist bekannt, dass bestimmte Medikamente – etwa Kortisonpräparate – die Haut austrocknen können. Darüber hinaus können Stoffwechsel- und Organerkrankungen, wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenfunktionsstörungen sowie Leber- oder Nierenerkrankungen den Hautzustand beeinflussen. Hormonelle Veränderungen, beispielsweise während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, wirken sich zusätzlich auf den Feuchtigkeits- und Lipidhaushalt der Haut aus und können so ihre Schutzfunktion beeinträchtigen.2

Was hilft bei trockenen, rissigen Händen?

Um die Trockenheit an deinen Händen in den Griff zu bekommen oder sie bei einer Neigung zu Ekzemen vorzubeugen, empfehlen wir dir die folgenden Schritte:

1. Identifiziere mögliche Trigger und vermeide sie:

Beobachte, in welchen Situationen sich die Trockenheit deiner Hände verstärkt, und reduziere diese Auslöser gezielt. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, bei längerem Kontakt mit Wasser oder Reinigungsmitteln konsequent geeignete Handschuhe zu tragen, wenn du feststellst, dass deine Hände danach stärker austrocknen.

2. Verwende eine geeignete Handcreme und reinige deine Hände schonend:

Bei einer Neigung zu trockenen Händen ist die regelmäßige Anwendung einer geeigneten Handcreme essenziell. Achte dabei auf Formulierungen mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Inhaltsstoffen, um die Haut optimal zu versorgen und die Hautbarriere zu stärken. Zudem sollten möglichst keine Duftstoffe enthalten sein, da diese die ohnehin gereizte Haut zusätzlich belasten können. Ergänzend ist auch ein angepasstes Waschverhalten wichtig: Verzichte möglichst auf aggressive Seifen und greife stattdessen zu milden, hautschonenden Reinigungsprodukten auf Syndet-Basis. Syndets (synthetische Detergenzien) sind pH-hautneutral formuliert und reinigen die Haut besonders schonend, ohne den natürlichen Säureschutzmantel unnötig zu beeinträchtigen.6

3. Bleib konsequent:

Auch wenn es selbstverständlich klingt, ist die Regelmäßigkeit entscheidend. Eine unregelmäßige Pflege reicht meist nicht aus, um den Hautzustand spürbar zu verbessern. Integriere deine Handpflege daher fest in den Alltag – insbesondere nach dem Händewaschen und bei ersten Anzeichen von Trockenheit. Nur so kann sich die Haut langfristig stabilisieren. 

Tipp: Habe immer ein Handpflegeprodukt griffbereit, beispielsweise in der Tasche, um in jedem Moment nachcremen zu können!

Wie pflege ich meine Hände umfassend?

Handcreme

Zur verlässlichen Basispflege belasteter Hände empfehlen wir die DERMASENCE Adtop Handcreme. Diese vereint Sheabutter, Squalan und weitere barrierestärkende Lipide mit einem NMF-Feuchtigkeitskomplex (Urea), Glycerin und Panthenol in einer Formulierung. Die ausgewogene Kombination aus Fett und Feuchtigkeit trägt dazu bei, den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) zu reduzieren und die Hautbarriere nachhaltig zu stärken.7,8 Ergänzend unterstützt Niacinamid die hauteigenen Regenerationsprozesse, während Allantoin dazu beitragen kann, raue Haut zu glätten und zu beruhigen.9,10 Die schnell einziehende, parfümfreie Handcreme wurde speziell für trockene, rissige und stark beanspruchte Hände entwickelt und eignet sich auch für zu Neurodermitis neigende Haut sowie als begleitende Basispflege zur Prävention von Handekzemen.

Anwendung: Trage die Creme je nach Bedarf mehrmals täglich – idealerweise nach dem Händewaschen – auf und verteile sie gleichmäßig. Dank ihrer schnell einziehenden Textur eignet sie sich besonders gut für die Anwendung im Alltag und hinterlässt keinen unangenehmen Film auf der Haut. Bei besonders beanspruchter Haut kann die Pflege über Nacht intensiviert werden, indem die Creme sehr großzügig aufgetragen und mit Baumwollhandschuhen abgedeckt wird. So kann sie optimal einwirken und die Regeneration der Haut gezielt unterstützen.

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Pflegecreme für trockene und strapazierte Hände

Reinigung

Für eine besonders schonende Reinigung der Haut eignet sich die DERMASENCE Adtop Wasch- und Duschlotion. Im Gegensatz zu herkömmlichen Seifen, die häufig einen erhöhten pH-Wert aufweisen und die Haut zusätzlich austrocknen können, ist die Reinigungslotion ein Syndet und pH-hautneutral formuliert. Dadurch wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut stabilisiert und eine milde, hautschonende Reinigung ermöglicht.6

Anwendung: Nutze die Wasch- und Duschlotion bei jedem Händewaschen als schonende Alternative zu herkömmlicher Seife. Achte zudem auf eine angemessene Wassertemperatur, da zu heißes Wasser die Haut zusätzlich austrocknen kann. Lauwarmes Wasser in Kombination mit einer milden Reinigung hilft, die Hautbarriere zu schonen und die Hände langfristig geschmeidig zu halten.

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Gut zu wissen: Extra-Tipps für deine Handpflege

Schmuck und Handpflege

Trägst du regelmäßig Ringe, solltest du diese bei der Handpflege zunächst abnehmen. Beim Händewaschen können sich unter dem Schmuck Feuchtigkeitsansammlungen bilden, die nur verzögert trocknen. Diese verbleibende Feuchtigkeit kann die Vermehrung von Mikroorganismen begünstigen und die Haut zusätzlich belasten.11 Auch beim Eincremen kann der Schmuck verhindern, dass alle Hautbereiche gleichmäßig mit Pflegeprodukten versorgt werden. Um eine optimale Reinigung und Pflege zu gewährleisten, empfiehlt es sich daher, Ringe vorübergehend abzulegen.

Extrapflegetipp bei extremer Trockenheit

Wenn du feststellst, dass deine Hände trotz regelmäßiger Pflege weiterhin trocken bleiben, kann es sinnvoll sein, die Pflegeroutine abends zu intensivieren. Vor dem Schlafengehen bietet sich beispielsweise die Anwendung der DERMASENCE Adtop XC Lipidcreme an. Mit ihrer hohen Lipidstufe verfügt sie über einen besonders hohen Fettanteil und wirkt dadurch intensiv rückfettend und pflegend. Die enthaltenen Ceramide orientieren sich an den natürlichen Barrierelipiden der Haut und unterstützen deren Regeneration, während Hyperforin entzündungshemmende Eigenschaften aufweist.

Wann sollte ich mir ärztliche Hilfe suchen?

Wenn sich dein Hautzustand trotz konsequenter Pflegeroutine nicht verbessert oder bereits ausgeprägte Trockenheit mit tiefen Rissen vorliegt, solltest du dies ärztlich abklären lassen. In solchen Fällen können auch intrinsische Ursachen oder ein allergisches Kontaktekzem zugrunde liegen. Eine fachärztliche Abklärung ermöglicht es, potenzielle Auslöser gezielt zu identifizieren und geeignete Vermeidungs- sowie Behandlungsstrategien einzuleiten.

Unsere Produktempfehlungen für die Pflege trockener Hände

Quellen

  1. Zouboulis CC, Picardo M, Ju Q, et al. Beyond acne: Current aspects of sebaceous gland biology and function. Rev Endocr Metab Disord. 2016;17(3):319-334. doi:10.1007/s11154-016-9389-5
  2. Augustin M, Wilsmann‐Theis D, Körber A, et al. Positionspapier: Diagnostik und Therapie der Xerosis cutis. J Deutsche Derma Gesell. 2018;16(S4):3-35. doi:10.1111/ddg.13580
  3. AMBOSS GmbH. Kontaktekzem. Accessed October 15, 2025. https://www.amboss.com/de/­wissen/­kontaktekzem
  4. Atopic hand dermatitis. DermNet®. October 26, 2023. Accessed October 15, 2025. https://dermnetnz.org/­topics/atopic-hand-dermatitis
  5. Bauer A, Brans R, Brehler R, et al. S2k‐Leitlinie Diagnostik, Prävention und Therapie des Handek-zems: S2k guideline diagnosis, prevention and therapy of hand eczema. J Deutsche Derma Ge-sell. 2023;21(9):1054-1076. doi:10.1111/ddg.15179_g
  6. Mijaljica D, Spada F, Harrison IP. Skin Cleansing without or with Compromise: Soaps and Syndets. Molecules. 2022;27(6):2010. doi:10.3390/molecules27062010
  7. Lin TK, Zhong L, Santiago J. Anti-Inflammatory and Skin Barrier Repair Effects of Topical Applica-tion of Some Plant Oils. IJMS. 2017;19(1):70. doi:10.3390/ijms19010070
  8. Piquero-Casals J, Morgado-Carrasco D, Granger C, Trullàs C, Jesús-Silva A, Krutmann J. Urea in Dermatology: A Review of its Emollient, Moisturizing, Keratolytic, Skin Barrier Enhancing and An-timicrobial Properties. Dermatol Ther (Heidelb). 2021;11(6):1905-1915. doi:10.1007/s13555-021-00611-y
  9. Marques C, Hadjab F, Porcello A, et al. Mechanistic Insights into the Multiple Functions of Niacin-amide: Therapeutic Implications and Cosmeceutical Applications in Functional Skincare Products. Antioxidants. 2024;13(4):425. doi:10.3390/antiox13040425
  10. GDCh. Datenblatt Zur Bewertung Der Wirksamkeit von Kosmetischen Mitteln: Allantoin. Le-bensmittelchemische Gesellschaft.
  11. Gammon J, Hunt J. COVID-19 and hand hygiene: the vital importance of hand drying. Br J Nurs. 2020;29(17):1003-1006. doi:10.12968/bjon.2020.29.17.1003

Autorin

Lilly Selka, DERMASENCE Kosmetikwissenschaftlerin

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