Anti-Aging-Food – Gibt es das wirklich?

Häufig wird im Zusammenhang mit Maßnahmen für eine verlangsamte Hautalterung der Begriff „Ernährung“ miteinbezogen. Zusätzlich wird der Markt mit Nahrungsergänzungsmitteln mit der Aufschrift „Anti-Aging“ gefüllt. Doch welche Rolle spielt unsere Ernährung bei der Hautalterung und kann man diesen Prozess mit Nährstoffen in bestimmten Lebensmitteln „aufhalten“? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns im folgenden Blogartikel.

Die wichtigsten Infos zu Anti-Aging-Lebensmitteln

Lebensmittel mit einer hohen Konzentration an Nährstoffen, die einen positiven Einfluss auf den Prozess der Hautalterung haben sollen. Zu nennen sind Kartoffeln, Beeren, Nüsse oder pflanzliche Öle.

Sie sollen unter anderem unsere Zellen vor freien Radikalen (Antioxidantien), entzündlichen Veränderungen der Haut sowie Hyperpigmentierungen schützen.

Wie groß der Einfluss der Ernährung auf die Hautalterung ist, kann bis heute noch nicht vollkommen wissenschaftlich geklärt werden. Sicher ist, dass ein gesunder Lebensstil sowie ein angepasstes Hautpflegekonzept einen positiven Einfluss auf unsere Haut haben und somit auch auf den Alterungsprozess.

Der Prozess der Hautalterung

Streng genommen altert unsere Haut bereits nach der Geburt, denn sie unterliegt einem stetigen Wandel. Dann stellt sich die Frage: „Ab wann sollte man mit Anti-Aging beginnen?

Wie schnell oder in welchem Maße sie altert, hängt zu 20 % von unserer Genetik oder den Hormonen ab. Beeinflusst wird dieser Prozess durch unseren Lebensstil.

Positiv wirken zum Beispiel eine gesunde Ernährung, Sport, ausreichend Sonnenschutz und unterstützende Hautpflege. Negativ wirken sich unter anderem ein ungesunder Lebensstil oder ausgiebige Sonnenexposition aus. Also haben wir es zu 80 % selbst in der Hand, wie und in welcher Qualität unsere Haut altert.

Ab dem 25. Lebensjahr nehmen die meisten die Hautalterung erst subjektiv wahr. Die ersten Fältchen sind um die Augen und auf der Stirn zu erkennen.

Einer der Gründe liegt in der verminderten Zellteilungsrate. Im Normalfall dauert ein Hautzyklus ca. 28 Tage. So lange brauchen die Keratinozyten (Hautzellen) von der Basalzellschicht (unterste Schicht der Epidermis) bis hin zum Stratum corneum (oberste Schicht der Epidermis). Bei der Epidermis handelt es sich um die oberste Hautschicht.

Die Zeichen der Hautalterung

Umso älter wir werden, desto langsamer wird dieser Prozess des Hautzyklus und somit auch die Stoffwechselaktivität unserer Haut. Wir empfinden unsere Haut daher weniger straff und geschmeidig. Zurückzuführen lässt sich dieses Empfinden auf einen Rückgang an Kollagen- und Elastinfasern; sie sind als das Stützgerüst unserer Haut anzusehen.

Die geringere Geschmeidigkeit hat ihren Ursprung in einer minimierteren Hyaluronsäurekonzentration. Hyaluronsäure ist unter anderem für den Feuchtigkeitsgehalt unserer Haut zuständig. Durch das hohe Wasserbindungsvermögen wirkt die Haut aufgepolstert und durchfeuchtet.

Hyperpigmentierungen und Altersflecken

Ein weiterer subjektiver Störfaktor der gealterten Haut sind Hyperpigmentierungen oder Altersflecken.

Aufgrund der verminderten Zellteilungsrate können sich sogenannte Melaninnester (Farbpigmente der Haut) bilden. Durch diese Ansammlung erscheinen manchen Stellen dunkler als der Rest der Haut. Am häufigsten treten sie im Gesicht oder an den Händen auf.

Stress schädigt unsere Zellen

Durch physischen oder psychischen Stress, ungesunden Lebensstil (z.B. Nikotin und Alkohol) sowie schädliche Umwelteinflüsse entstehen freie Radikale. Diese haben einen negativen Einfluss auf die Zellen der Haut (und auch die des restlichen Körpers) und beschleunigen somit den Alterungsprozess.

Neben den subjektiven „Schönheitsmakeln“ zieht die Hautalterung auch Konsequenzen für die Hautgesundheit mit sich. Entzündungserscheinungen (Inflammationen), Hautkrebs oder Wundheilungsstörungen sind in diesem Kontext zu nennen.

Aber welche Rolle spielen die so genannten Anti-Aging-Lebensmittel?

Polysaccharide – Die Stärke der Kartoffel

Polysaccharide sind komplexe Kohlenhydrate (Mehrfachzucker) und sind unter anderem in Form von Stärke in Kartoffeln enthalten. Durch den komplexen Aufbau werden sie vom Körper nur verlangsamt abgebaut, somit wird der Blutzuckerspiegel (Insulinspiegel) nicht so schnell erhört und liefert langanhaltende Energie. Polysacchariden werden viele Eigenschaften zugeschrieben, die sich positiv auf den Prozess der Hautalterung auswirken:

  • Antioxidative Wirkung – Der Entstehung freier Radikale sowie oxidativer Schäden wird vorgebeugt
  • Der Kollagenabbau wird gehemmt – Die Haut und das Bindegewebe bleiben straff
  • Hautstruktur sowie Feuchtigkeitsgehalt der Haut wird aufrecht erhalten – Die Haut bleibt aufgepolstert

Vitamine – Von A bis E gegen die Zeichen der Zeit

Vitamin A

Vitamin A: Auch bekannt als Gruppe der Retinoide. Diese werden immer wieder in Form von Retinol im Zusammenhang mit dem Begriff Anti-Aging gebracht. Die Wirkung „gegen“ die Hautalterung äußert sich vor allem durch die Anregung der Zellteilung und somit auch die Hauterneuerung. Die Haut wird regeneriert und ebenmäßiger. Auch bei der Behandlung oder zur Vorbeugung von lichtbedingten Hautschäden hat Vitamin A einen positiven Einfluss. Retinol hat sich in zahlreichen Studien als eins der wirksamsten Inhalts- beziehungsweise Nährstoffe im Kontext mit Anti-Aging erwiesen.

Lebensmittel reich an Vitamin A: In tierischen Produkten wie Milch, Eigelb, Butter, Leber oder Fisch. In pflanzlichen Lebensmitteln findet sich die Vorstufe ß-Carotin (Provitamin-A). Der Körper kann diese bei Bedarf in die aktive Form umwandeln: Spinat, Brokkoli Paprika, Karotten, Tomaten oder Aprikosen.

 

Vitamin D

Das „Sonnenvitamin“ hält nicht nur unsere Knochen fit und stabil, sondern auch unsere Haut. UV-induzierte Schäden der DNA oder Entzündungen werden durch Vitamin-D eliminiert. Ob eine ausreichende Vitamin-D-Synthese trotz Sonnenschutz möglich ist, erfährst du hier: Vitamin D trotz Sonnencreme? Alles zur Vitamin D-Synthese.

Lebensmittel reich an Vitamin D: Vitamin D wird größtenteils vom Körper selbst gebildet. Durch die Nahrung können wir einen kleinen Teil durch folgende Lebensmittel aufnehmen: Käse (Emmentaler, Gouda, Schmelzkäse), Fisch (Hering oder Lachs) Leber, Eier, Pilze (Champignon, Pfifferling, Steinpilz) und Butter.

Vitamin B

B-Vitamine können nachweislich der Hautalterung vorbeugen, indem entzündlichen Veränderungen der Haut vorgebeugt sowie unkontrollierte Pigmentierungen verhindert werden. Im Zusammenhang mit der Hautgesundheit stehen vor allem die Vitamine B2, B3, B6 und B7.

Lebensmittel reich an den genannten B-Vitaminen: Zu finden sind sie unter anderem in Hülsenfrüchten, Nüssen, Haferflocken, Spinat oder Vollkornprodukten.

 

Vitamin C

Auch Ascorbinsäure genannt, ist ein starkes Antioxidans, das freie Radikale beseitigt. Das Vitamin unterstützt außerdem die Kollagensynthese und die Haut verliert nicht ihre Festigkeit.

Lebensmittel reich an Vitamin C: Vorzufinden ist das Vitamin C natürlich in den Zitrusfrüchten. Aber auch Spinat, Grünkohl, Brokkoli und Co. können mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt punkten.

 

 

Vitamin E

Vor allem in Kombination mit Vitamin C schützt es die Haut vor UV-bedingten Irritationen und Schäden.

Lebensmittel reich an Vitamin E: Himbeeren, Tomaten, Wirsingkohl und pflanzliche Öle.

Fettsäuren unterstützen die Haut

Lipide bilden den wichtigsten Bestandteil einer intakten Barrierefunktion sowie dem inneren Gleichgewicht und den Reperaturmechanismen der Haut. Im Laufe der Hautalterung sinkt der Lipidgehalt der Haut und somit auch die eben genannten Funktion. Eine Aufnahme von essentiellen und ungesättigten Fettsäuren unterstützt die Haut dabei. Gerade die Aufnahme an Omega-3-Fettsäuren bestärkt die Barrierefunktion der Haut.

Nahrungsmittel reich an Omega-3-Fettsäuren: Leinöl, Leinsamen, Walnuss(öl) und Rapsöl.

Auf eine ausgewogene Ernährung kommt es an

Natürlich sind das nicht die einzigen Nährstoffe und Lebensmittel, die einen positiven Effekt auf die Gesundheit sowie einen Schutz vor vorzeitiger Alterung der Haut haben.

An dieser Stelle möchten wir auch noch einmal erwähnen, dass die Forschung bis heute noch keine genauen Aussagen treffen kann, wie groß die Auswirkungen von bestimmten Nahrungsmitteln auf den Prozess der Hautalterung sind.

Dies steht nicht zuletzt mit der Frage der Bioverfügbarkeit in Verbindung, die wir im Folgenden kurz einmal genauer erläutern wollen.

Im welchem Maße Nährstoffe, Wirkstoffe etc. an dem gewünschten Wirkort „ankommen“ hängt von der sogenannten Bioverfügbarkeit ab. Durch die Nahrung aufgenommene Substanzen müssen einen weiten Weg zurücklegen und unterliegen vielen Stoffwechselvorgängen, bis sie durch den Magen an unserer Haut ankommen. Daher ist es wichtig, ausreichende Mengen sowie stabile Formen der Nährstoffe zu sich zu nehmen, um einen möglichen Effekt erzielen zu können. Deswegen sind „echte“ Nahrungsmittel aufgrund ihrer Zusammensetzung mit Ballaststoffen, Mineralien etc. immer die beste Wahl.

 

Dennoch ist es wichtig, sich stets ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren. Natürlich darf man sich ab und ab auch etwas „gönnen“.

Antioxidantien, Vitamine und Lipide in der Hautpflege

Die eben vorgestellten Antioxidantien, Vitamine und Lipide können nicht nur von innen dem Alterungsprozess der Haut entgegenwirken, sondern auch in der Hautpflege können sie die Effektivität unter Beweis stellen.  

Das DERMASENCE Chrono retare Anti-Aging-Serum vereint nahezu all die zuvor genannten „Nährstoffe“ als Wirkstoffe. Die hauteigene Schutzfunktion wird angeregt, die Haut wird mit Feuchtigkeit versorgt und die natürliche Barrierefunktion wird unterstützt. Das Serum wirkt so vorzeitigen Alterungsprozessen entgegen.

 

Auch das DERMASENCE Hyalusome Konzentrat macht sich das Provitamin B5 (Panthenol), Vitamin A und E zunutze. Die Kombination aus hochwertigen Ölen, milder Milchsäure, feuchtigkeitsspendender Hyaluronsäure und einem Anti-Aging-Peptid pflegt die Haut intensiv. Ersten Mimik-, Hals- und Dekolleteefältchen werden entgegengewirkt.

Tipp: Ideal ergänzt wird das Konzentrat übrigens durch die DERMASENCE Hyalusome Tagespflege mit LSF 50.

In der DERMASENCE Hyalusome Intensiv aktivierende Creme entfaltet sich die Kraft des Vitamin Cs. Die enthaltene Ascorbinsäure wird durch Vitamin E, Glycolsäure und weitere wirkungsvolle Inhaltsstoffe unterstützt, wodurch das Hautbild verfeinert, geglättet und intensiv mit Feuchtigkeit versorgt wird. Bei regelmäßiger und langfristiger Anwendung wird die Kollagensynthese angeregt. Bei Pigment- oder (frischen) Altersflecken punktet dieses Produkt durch eine leicht aufhellende und angleichende Wirkung.

Sonnenschutz zur Vorbeugung von Hautalterung

Anti-Aging-Food, in Form von „echten“ Lebensmitteln oder Vitaminen in deinen Hautpflegeprodukten, sind allerdings nicht die einzigen Maßnahmen für eine gesunde, strahlende Haut in jedem Alter: Regelmäßiger UV-Schutz ist das A und O, wenn es darum geht, Hautalterung vorzubeugen.

DERMASENCE Solvinea Med LSF 50+ bietet einen intensiven Sonnenschutz mit sehr hohen UV-Filtern. Die leichte Gelcreme hinterlässt ein geschmeidiges Hautgefühl, ohne dabei zu fetten. Die Haut wird gepflegt und gleichzeitig beruhigt. Bei gewissenhafter Verwendung wird UV-bedingter Hautalterung entgegengewirkt. Ob man einen ausreichenden Sonnenschutz auch durch die Ernährung aufbauen kann erfährst du hier: Nachgefragt: Sonnenschutz anfuttern – Geht das?

Und… gibt es nun Anti-Aging-Food?

Wie wir gezeigt haben, existieren viele Lebensmittel mit einer hohen Konzentration an Nährstoffen, die sich positiv auf den Prozess der Hautalterung auswirken. Doch nur gesunde Nahrung allein reicht als Anti-Aging Strategie nicht aus. Die Kombination aus ausgewogener Ernährung sowie einem gesunden Lebensstil, Hautpflege mit wertwollen Wirkstoffen und gewissenhafter Sonnenschutz ist der Schlüssel zu einem strahlenden Hautbild bis ins hohe Alter.

Quellen

  • Cao, C./Ge, C./Wu, Y./Xiao, Z. (2020): Diet and Skin Aging – From the Perspective of Food Nutrition. In: Nutrients. Heft 12, Band 3, S. 870.
  • Jung, Sora. (2014): Das antioxidative Potential der Haut.  Einfluss von Ernährung, Lebensgewohnheiten und soziokulturellen Faktoren sowie klinische Anwendbarkeit. Dissertation. Berlin: Medizinische Fakultät Charitè.

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