Lichtschutzfaktor | Bedeutung, Mythen und Tipps
LSF – drei Buchstaben mit großer Bedeutung. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie gut ein Sonnenschutzprodukt die Haut vor schädlicher UV-Strahlung schützt. Die Zahl (z. B. 20, 30, 50 oder 50+) zeigt dabei, wie hoch die Schutzwirkung ist. Je höher der LSF, desto stärker ist der Schutz. Kaum ein anderes dermatologisches Thema wird so häufig diskutiert, und dennoch halten sich viele Mythen hartnäckig. Was hat es also mit Sonnenschutz, UV-Strahlung und UV-Filtern auf sich? In diesem Beitrag erfährst du alles rund um das Thema Lichtschutzfaktor!
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie gut ein Sonnenschutzprodukt die Haut vor UVB-Strahlen schützt, die Sonnenbrand verursachen können. Dabei ist wichtig zu wissen, dass ein höherer LSF zwar mehr Schutz bietet, aber keinen vollständigen Schutz vor UV-Strahlung. Deshalb bleibt ein bewusster Umgang mit Sonne entscheidend.
UVB-Strahlen sind hauptsächlich für Sonnenbrand verantwortlich, während UVA-Strahlen tiefer in die Haut eindringen und vorzeitige Hautalterung begünstigen. Ein umfassender Sonnenschutz sollte daher beide Strahlenarten berücksichtigen. Moderne Sonnenschutzprodukte kombinieren UVB- und UVA-Filter, um die Haut ganzheitlich zu schützen.
Neben dem passenden Lichtschutzfaktor spielen Hauttyp, individuelle Bedürfnisse und die Verträglichkeit eine wichtige Rolle. Für empfindliche Haut sind speziell abgestimmte Produkte empfehlenswert. Entscheidend ist zudem, das Sonnenschutzprodukt ausreichend aufzutragen und es in die tägliche Hautpflegeroutine zu integrieren.
Was sagt der Lichtschutzfaktor aus?
Der LSF bezieht sich dabei vor allem auf den Schutz vor UVB-Strahlen und wird in standardisierten Tests genau bestimmt.1
Dabei gilt:
- Niedrig: LSF 6, LSF 10
- Mittel: LSF 15, LSF 20, LSF 25
- Hoch: LSF 30, LSF 50
- Sehr hoch: LSF 50+
Was ist UV-Strahlung und welche Auswirkungen hat sie auf unsere Haut?
Mit UV-Strahlung ist die Ultraviolettstrahlung gemeint, welche einen bestimmten Wellenlängenbereich des Lichts bezeichnet. Sie ist Teil des natürlichen Sonnenlichts und wird wiederum in 3 Bereiche unterteilt:
- UVA-Strahlung (315-400nm): Die längerwellige UVA-Strahlung macht etwa 95 Prozent der gesamten UV-Strahlung auf der Erde aus und erreicht fast ungehindert die Erde.2 Auf unsere Haut hat sie unterschiedliche Auswirkungen. Sie ist maßgeblich an der Entstehung von Pigmentveränderungen beteiligt, beschleunigt die lichtbedingte Hautalterung (Photoaging) und kann die Hautstruktur nachhaltig schädigen. Darüber hinaus trägt UVA-Strahlung zur Schädigung der DNA bei, erhöht langfristig das Risiko für Hautkrebs und spielt eine Rolle bei verschiedenen lichtinduzierten Hautreaktionen, wie z. B. der Polymorphen Lichtdermatose (Sonnenallergie).3
- UVB-Strahlung (280-315nm): Die UVB-Strahlung macht 5 Prozent der UV-Strahlung auf der Erde aus und ist der Hauptverursacher von Sonnenbrand.2 Ungefähr 10 bis 15 Prozent der Strahlung werden nicht durch die Ozonschicht gefiltert und erreichen somit die Erde. In Bereichen mit geschwächter Ozonschicht kann sich dieser Anteil allerdings vergrößern, wodurch auch das Sonnenbrandrisiko steigt.4,5 Jeder Sonnenbrand führt ebenfalls zu Schädigungen der DNA und erhöht das Hautkrebsrisiko.3
- UVC-Strahlung (100-280nm): Die UVC-Strahlung wird im Gegensatz zur UVA- und UVB-Strahlung vollständig durch die verschiedenen Schichten der Atmosphäre gefiltert und erreicht somit nicht die Erde, wodurch sie für kosmetische Themen uninteressant ist.5
Tipp: Sonnenschutz ist nicht nur im Sommer wichtig. Auch im Winter und an bewölkten Tagen dringt ein erheblicher Anteil der UV-Strahlung bis auf die Erdoberfläche hindurch.6 Zudem bezieht sich der LSF hauptsächlich auf den UVB-Schutz. Daher sollte beim Kauf von Sonnenschutzprodukten darauf geachtet werden, dass auch ein ausreichender UVA-Schutz integriert ist. Der UVA-Schutz ist auf Produkten durch ein umkreistes UVA-Symbol gekennzeichnet.
Wie helfen Sonnenschutzprodukte?
Sonnenschutzprodukte sind dazu bestimmt, deine Haut vor UV-Strahlung zu schützen und somit lichtbedingte Haut- und Zellschäden zu vermeiden. Sie kommen in Form von Cremes, Gelen oder Sprays vor. Ihren Zweck erfüllen sie durch spezielle Inhaltsstoffe, den sogenannten UV-Filtern.7
Was sind UV-Filter?
Als UV-Filter werden spezielle kosmetische Inhaltsstoffe in Sonnenschutzprodukten bezeichnet, welche die Haut durch Absorption, Reflexion oder Streuung vor schädlicher Sonneneinstrahlung schützen und somit Sonnenbrand, Hautalterung und Hautkrebs vorbeugen. UV-Filter werden je nach Ursprung in anorganische/mineralische und organische UV-Filter unterteilt.7,4
Anorganische/mineralische UV-Filter schützen die Haut in erste Linie, indem sie auf drei Arten wirken: Sie reflektieren, streuen und absorbieren die einfallende UV-Strahlung, sodass diese nicht in die Haut eindringen kann. Unter Absorption versteht man dabei, dass die Strahlung von den UV-Filtern aufgenommen und in harmlose Wärmeenergie umgewandelt wird. Da sie nicht in die Haut einziehen, ist ihre Wasserfestigkeit allerdings oft geringer als bei organischen Filtern.6
Organische UV-Filter werden gemeinhin auch häufig als chemische UV-Filter bezeichnet. Diese Bezeichnung wird in der Wissenschaft allerdings weitestgehend abgelehnt, da auch anorganische/ mineralische UV-Filter chemische Substanzen darstellen und es somit keine "nicht-chemischen" UV-Filter gibt.7 Im Gegensatz zu den anorganischen UV-Filtern wirken die organischen Filter ausschließlich durch Absorption, also die Umwandlung der Strahlung in Wärme, die anschließend von der Haut abgegeben wird.6
Da jeder Filter nur bestimmte UV-Bereiche abdeckt, werden in Sonnenschutzmitteln meist mehrere Filter kombiniert, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten.1
Was haben Blaulicht und Infrarotlicht mit Sonnenschutz zu tun?
Auch wenn UV-Filter eine wichtige Rolle in Sonnenschutzprodukten erfüllen, hat nicht nur die UV-Strahlung negative Auswirkungen auf unsere Haut. Blaulicht (400 bis 450 nm) und Infrarot-A (IR-A, 760 bis 1440 nm) werden beim Thema Sonnenschutz häufig vernachlässigt, obwohl sie ebenfalls Bestandteil des natürlichen Sonnenlichtes sind.8,1
Bei der Produktauswahl von Sonnenschutzmitteln lohnt es sich, neben dem UV-Breitbandschutz auch auf den Schutz vor Blaulicht und Infrarot-A zu achten!
Blaulicht ist ein Teil des sichtbaren Lichts und wird auch von Bildschirmen wie zum Beispiel Laptops oder Handys abgestrahlt, weshalb die meisten Menschen sehr häufig Blaulicht ausgesetzt sind. In unserer Haut hat es Einfluss auf unterschiedliche Prozesse:8
- Pigmentbildung: Blaulicht aktiviert das Protein Opsin-3 in den Melanozyten (pigmentbildende Hautzellen). Dies löst eine Signalkette aus, welche die Produktion von Melanin steigert und die Bildung von Pigmentflecken begünstigt.
- Oxidativer Stress: Blaulicht erzeugt reaktive Sauerstoffspezies (ROS), die Zellen schädigen und die Hautalterung beschleunigen.
- Hautalterung: Blaulicht kann die Kollagen- und Elastinsynthese hemmen, wodurch die Haut an Spannkraft und Elastizität verliert.
- Entzündungen: Blaulicht kann zur Ausschüttung von proinflammatorischen Zytokinen in den Keratinozyten führen, wodurch Entzündungen und Hautirritationen begünstigt werden.
Infrarot-A dringt tief bis in das Unterhautgewebe ein und beeinflusst die Haut auf verschiedene Weise:8,1
- Hautalterung: IR-A aktiviert das Enzym, welches für den Kollagenabbau in der Haut verantwortlich ist und trägt zum Verlust von Elastizität und Spannkraft bei.
- Oxidativer Stress: IR-A erzeugt ebenfalls ROS über die Mitochondrien, was die Haut zusätzlich schwächt.
- Hautkrebsrisiko: Wiederholte Exposition kann zur solaren Elastose (auch als Lederhaut bekannt) führen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen.
Wie lange bin ich tatsächlich vor der Sonne geschützt?
Der Lichtschutzfaktor wurde ursprünglich auf Basis der Berechnung entwickelt, wie viel länger die Haut durch Sonnenschutzprodukte vor einem Sonnenbrand geschützt ist. In Kombination mit dem eigenen Fitzpatrick-Hauttyp ließ sich daraus eine sogenannte Eigenschutzzeit ableiten, also die theoretische Zeit, die man mit einem bestimmten LSF in der Sonne verbringen könnte.3
Heute raten wir ausdrücklich davon ab, diese veraltete Rechnung im Alltag anzuwenden, da sie häufig zu realitätsfernen Ergebnissen führt und somit ein trügerisches Sicherheitsgefühl vermittelt.
Hier eine Beispielrechnung für Fitzpatrick-Hauttyp III:
Eigenschutzzeit x LSF = Schutzzeit in Minuten
Fitzpatrick-Hauttyp III:
Eigenschutzzeit ca. 15 Minuten
Mit LSF 30:
15 Minuten × 30 = 450 Minuten → 7,5 Stunden
In der Praxis ist ein Aufenthalt von 7,5 Stunden in der Sonne bei einmaliger Anwendung eines LSF-30-Produktes jedoch völlig unrealistisch und potenziell gefährlich. Solche Empfehlungen sind medizinisch nicht verantwortbar und sollten daher nicht zur persönlichen Risikoabschätzung herangezogen werden.
Dennoch hilft der LSF dabei, zu verstehen, wie stark ein Produkt vor der sonnenbrandwirksamen UVB-Strahlung schützt. Hilfreich für die Auswahl des richtigen LSF ist die Kenntnis des eigenen Hauttyps (Hauttyp I–VI). Dunklere Hauttypen verfügen zwar über eine längere natürliche Eigenschutzzeit, doch auch Hauttyp VI ist keinesfalls vor Sonnenbrand oder Hautkrebs geschützt.
Konsequenter UV-Schutz bleibt daher für alle Hauttypen entscheidend – besonders jedoch für Hauttyp I–III.
Kannst du deinen Hauttyp wiederfinden?
Hauttyp I
Sehr helle, extrem empfindliche Haut

Haarfarbe: rot, hellblond
Weitere Merkmale: sehr häufig Sommersprossen
Sonnenbrand: immer stark und schmerzhaft
Hauttyp II
Helle, empfindliche Haut

Haarfarbe: blond bis braun
Weitere Merkmale: häufig Sommersprossen
Sonnenbrand: häufig stark, schmerzhaft
Hauttyp III
Helle bis hellbraune Haut

Haarfarbe: dunkelblond bis braun
Weitere Merkmale: selten Sommersprossen
Sonnenbrand: mäßig
Hauttyp IV
Hellbraune, olivfarbene Haut

Haarfarbe: dunkelbraun
Sonnenbrand: selten
Hauttyp V
Dunkelbraune bis schwarze Haut

Haarfarbe: dunkelbraun bis schwarz
Sonnenbrand: sehr selten
Hauttyp VI
Schwarze Haut

Haarfarbe: schwarz
Sonnenbrand: extrem selten
Warum ist Sonnenschutz so wichtig?
Sonnenbrand und übermäßige UV-Exposition steigern das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Neben dem Meiden der Sonne und dem Tragen von schützender Kleidung empfehlen dermatologische Leitlinien daher präventiv die Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor. Diese Empfehlung ist heute relevanter denn je, denn Schätzungen zufolge wird die Zahl der Neuerkrankungen an schwarzem, bösartigem Hautkrebs (Melanom) zwischen 2020 und 2040 um rund 50 % ansteigen. Bereits jetzt befinden sich etwa 1,7 Mio. Deutsche mit potentiellen Hautkrebsvorstufen, den sogenannten aktinischen Keratosen, in dermatologischer Behandlung.9
UV-Strahlung gilt außerdem als der wichtigste äußere Faktor für vorzeitige Hautalterung und ist für den Großteil der sichtbaren Veränderungen verantwortlich – ein Prozess, der auch als Photoaging bezeichnet wird. Schätzungen zufolge lassen sich rund 80–90 % der Hautalterungserscheinungen im Gesicht auf eine zu intensive, lebenslange UV-Belastung zurückführen. Besonders tückisch sind UVA-Strahlen: Sie dringen tief in die Dermis und bis in das kollagene Bindegewebe vor, wo sie Fibroblasten schädigen. Die Folge sind Falten, Elastizitätsverlust und weitere strukturelle Hautveränderungen.10
Sonnenschutzprodukte mit einem hohen Lichtschutzfaktor kommen somit schon zwei wichtigen Hautangelegenheiten zugute: Prävention von Hautkrebs und Hautalterung.
Wie viel Sonnenschutzprodukt sollte ich auftragen?
Die Auftragsmenge ist bei der Verwendung von Sonnenschutzprodukten ein entscheidender Faktor, denn von ihr ist die Schutzwirkung maßgeblich abhängig! Wird zu wenig des Sonnenschutzproduktes aufgetragen, so wird die ausgelobte Schutzwirkung auch nicht erreicht. Die empfohlene Menge beträgt etwa 2 mg/cm.1
In der Praxis gibt es für den durchschnittlichen Erwachsenen eine ganz einfache Faustformel, an der sich orientiert werden kann:
- 1 Teelöffel des Sonnenschutzproduktes für das Gesicht
- 3 bis 4 Esslöffel für den Körper
Natürlich sind hier die Feinheiten der individuellen Körperstatur zu beachten. Zudem sollte der Sonnenschutz etwa 10 Minuten vor der Sonnenexposition aufgetragen werden, damit er ausreichend in die Haut einziehen kann und seine Schutzwirkung nicht unmittelbar durch Kleidung oder Wasser beeinträchtigt wird. Außerdem ist ein regelmäßiges Nachcremen notwendig, um den Schutz aufrechtzuerhalten, insbesondere nach starkem Schwitzen oder Wasserkontakt.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Sonnenschutz
Ein Lichtschutzfaktor von 100 klingt nach maximalem Schutz – doch in der Praxis ist er für die wenigsten sinnvoll. Nach EU-Richtlinien darf der höchste angegebene LSF bei Kosmetikprodukten maximal 50+ betragen. Produkte mit LSF 100 sind daher nur als Medizinprodukte zugelassen. Der Unterschied in der UVB-Absorption zwischen LSF 50+ und LSF 100 liegt dabei nur bei etwa 1 %. Einige Unternehmen argumentieren, dass dieser kleine Unterschied für Risikopatient*innen relevant sein kann. Im Alltag spielt er jedoch kaum eine Rolle, denn auch ein Sonnenschutz mit LSF 50+ schützt die Haut bereits vor 98 % der UVB-Strahlung, wenn er in der empfohlenen Menge angewendet wird. Damit bietet er einen sehr hohen und zuverlässigen Schutz. Offizielle Stellen empfehlen daher, die Auslobung auf 50+ zu begrenzen, um Verbraucher*innen nicht in falscher Sicherheit zu wiegen. Denn wichtig ist: Kein Sonnenschutz bietet 100 % Schutz.11
Jedes DERMASENCE Produkt bzw. seine Umverpackung ist mit dem Symbol einer Sanduhr und dem Mindesthaltbarkeitsdatum ausgezeichnet. Anhand dieser beiden Angaben kann man erkennen, wie lange sich das Produkt bei richtiger Lagerung sowohl im geöffneten als auch im ungeöffneten Zustand hält. Wird das Produkt richtig gelagert, sind die Sorgen um bestimmte Inhaltsstoffe gänzlich unbegründet. Es existiert zwar der Mythos, dass Lichtschutzfilter bereits nach einer Saison (also nach etwa sechs Monaten) „schlecht“ werden und Sonnenschutzprodukte dann entsorgt werden müssten, das ist jedoch nicht korrekt. Die enthaltenen Filter wurden im Rahmen der Stabilitätsprüfung mindestens bis zum angegebenen Haltbarkeitsdatum getestet. Erst wenn diese Prüfungen erfolgreich abgeschlossen wurden, wird das Produkt entsprechend freigegeben.
Den beiden Angaben vorgeschaltet steht immer die haptische Beurteilung des Kosmetikproduktes. Eine falsche Lagerung oder mikrobielle Verunreinigung kann immer frühzeitig dazu führen, dass sich die Farbe, der Geruch und die Konsistenz des Produktes verändert. In diesen Fällen sollte auf eine weitere Verwendung verzichtet werden. Damit du möglichst lange (auch über einen Sommer hinaus) Freude an deinem Produkt hast, lagere es kühl, trocken und dunkel. Achte auch darauf, dass du das Produkt immer sorgfältig verschlossen hast.
Vor allem die organischen Filter stehen in Verruf, negative Effekte auf die Gesundheit zu haben. Trotz jahrzehntelanger Verwendung in Sonnenschutzprodukten gibt es bisher keine verlässlichen Berichte über systemische, also ganzkörperliche, Effekte auf den Menschen. Dies liegt vor allem an fehlenden, standardisierten Testverfahren, die verlässliche Aussagen zulassen würden. Experten bewerten die Sicherheit organischer UV-Filter anhand ihrer Konzentration im Produkt, der Auftragsmenge und der Aufnahme über die Haut. Die dabei aufgenommene Dosis liegt deutlich unter gesundheitlich bedenklichen Werten. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung gelten Sonnenschutzmittel in der EU nach aktuellem Stand der Wissenschaft als sicher.12
Auch dass bestimmte Nanogrößen von anorganischen (mineralischen) UV-Filtern durch die Haut in den Körper gelangen können, konnten mehrere Studien widerlegen. Derzeit als anorganische UV- Filter zugelassen sind Titandioxid und Zinkoxid. Unsere Haut und vor allem die erste Hautschicht (die Hornschicht) bildet sowohl im gesunden als auch im geschädigten Zustand eine sichere Barriereschicht gegenüber den Nanopartikeln, sodass diese nicht tief in die Haut eindringen können.13,14
Insgesamt wird in der EU die Sicherheit und Verträglichkeit von UV-Filtern durch eine strenge Gesetzgebung gewährleistet. Sie unterliegen Beschränkungen, Anforderungen und einem äußerst aufwendigen Zulassungsprozess.12,15
Produktempfehlungen Sonnenschutz
Die DERMASENCE SolvineaMed-Serie bietet neben einem wirksamen Breitband-UV-Schutz ein effektives Zellschutzsystem durch Tocopherol (Vitamin E) und Ectoin. Freie Radikale werden neutralisiert, wodurch schädlichen Auswirkungen von Infrarot-A- und Blaulicht vorgebeugt wird.

Die DERMASENCE SolvineaMed-Serie
Hochwirksamer Sonnenschutz für die ganze Familie
Die DERMASENCE SolvineaMed Sonnenschutz-Lotion LSF 50+ ist eine Sonnenschutzlotion mit UV-Breitbandschutz, die auch für Babys ab 6 Monaten geeignet ist. Sie wirkt pflegend, beruhigt und schützt die sensible Haut. Zudem ist sie unparfümiert und auch bei Neurodermitis und Psoriasis geeignet.
Die ölfeie DERMASENCE SolvineaMed Sonnenschutz-Gelcreme LSF 50+ bietet einen sehr hohen UV-Schutz und ist speziell formuliert, um Sonnenallergien, insbesondere Mallorca-Akne zu vermeiden. Durch das enthaltene Glycerin wird die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit versorgt.
Für das Gesicht eignet sich das DERMASENCE SolvineaMed Sonnenschutz-Gesichtsfluid LSF 50+. Es schützt effektiv vor UV-Strahlen und hinterlässt ein mattiertes Finish. Das leichte Fluid zieht schnell ein und eignet sich gut als Make-Up-Grundlage. Zudem versorgen Glycerin und Panthenol die Haut mit Feuchtigkeit. Durch die leichte Textur ist das Fluid auch für die seborrhoische Haut geeignet.
Das DERMASENCE SolvineaMed Liquid AK LSF 50+ wurde speziell für die sonnenbelastete Kopfhaut entwickelt. Das ultraleichte, transparente Liquid kann zielgenau auf den Ansatz, Scheitel oder schütterem Haar aufgetragen werden, ohne einen fettenden Film zu hinterlassen.
Unsere Produktempfehlungen für optimalen UV-Schutz
Quellen
- Surber C, Braun RP. Sonnenschutz. Swiss medical forum. 2017;17(25):544-555.
- Al-Sadek T, Yusuf N. Ultraviolet Radiation Biological and Medical Implications. Current Issues in Molecular Biology. 2024; 46(3):1924-1942. doi.org/10.3390/cimb46030126
- Passeron T, et. al. Photoprotection according to skin phototype and dermatoses: practical recommendations from an expert panel. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology. 2021;35(7):1460-1469. doi:10.1111/jdv.17242
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03_Kosmetik/06_Sonnenschutzmittel/bgs_kosmetik_sonnenschutzmittel_node.html - Bundesamt für Strahlenschutz und Lebensmittelsicherheit. Optische Strahlung. www.bfs.de/DE/themen/opt/opt_node.html
- Schwarz T. Update Sonnenschutz. Heilberufe. 2018;70(7):16-19. doi:10.1007/s00058-018-3563-y
- Nitulescu G, Lupuliasa D, Adam-Dima I, Nitulescu GM. Ultraviolet Filters for Cosmetic Applications. Cosmetics. 2023;10(4). doi:10.3390/cosmetics10040101
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- Bundesinstitut für Risikobewertung, Bundesamt für Strahlenschutz. Sonnencreme Und Co.: Gibt Es Gesundheitliche Risiken? 2024. www.bfr.bund.de/assets/_temp_/Sonnencreme_und_Co.pdf
Autorinnenteam
Anna Tersteeg, DERMASENCE Kosmetikwissenschaftlerin
Aktualisiert durch: Vivien Boehm, DERMASENCE Kosmetikwissenschaftlerin
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