Kopfsache! | 4 Mythen über die Pflege der Kopfhaut

Im Fokus der Kopfpflege stehen häufig nur die Haare. Sie sollen gesund sein und strahlen. Die Haut darunter wird häufig vernachlässigt. Grund genug, um ihr ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu widmen und mit Mythen rund um die Pflege der Kopfhaut aufzuräumen.

Mythos 1: Schuppen sind immer ein Anzeichen für trockene Kopfhaut

Falsch. Schuppen können verschiedene Ursachen haben. Genau wie die Haut am Körper, erneuert sich die gesunde Kopfhaut innerhalb von 28 Tagen. Tote Hornzellen lösen sich einzeln ab und lassen neue Zellen nachkommen. Dieser Abschuppungsprozess ist mit dem bloßen Auge nicht sichtbar und ganz natürlich. Kopfschuppen entstehen dann, wenn dieser Prozess gestört ist. Schuppen können aber sowohl auf trockener als auch auf fettiger Kopfhaut entstehen. Einfache Kopfschuppen entstehen meist auf einer trockenen Haut (Sebostase). Es lösen sich dabei etwa 10–20 Hautzellen ab und sind als feine Schuppen sichtbar.

Aber auch auf einer Haut, die zu viel Talg produziert (Seborrhoe), können Kopfschuppen entstehen. Eine Ursache dafür ist die typische Hautveränderung: das seborrhoische Ekzem, das besonders an talgdrüsenreichen Arealen, wie dem Kopf, auftritt. Beim seborrhoischen Ekzem empfehlen wir das DERMASENCE Seborra Shampoo oder das DERMASENCE Selensiv Shampoo.

Mythos 2: Gesunde Kopfhaut ist die Voraussetzung für gesunde Haare

Das ist korrekt. Eine ausgeglichene Kopfhaut mit einem stabilen Säureschutzmantel ist eine Voraussetzung für schöne und gesunde Haare. Denn besonders die Balance zwischen Fett und Feuchtigkeit sorgt dafür, dass Haare weder zu schnell fettig erscheinen, noch einen trockenen Anschein machen. Außerdem kann bei Haarwachstumsstörungen mit der Einnahme von Nahrungsergänzung entgegengewirkt werden, wie mit dem DERMASENCE H³ Komplex Nahrungsergänzungsmittel. Dieser wirkt sich positiv auf den Haarstoffwechsel aus. 

Mythos 3: Veränderungen der Kopfhaut können auch im Zusammenhang mit einer Hauterkrankung stehen

Auch richtig! Besonders bei Schuppenflechte (Psoriasis) ist häufig auch die Kopfhaut betroffen (Psoriasis capitis). 50–80 % der Betroffenen leiden an einer Kopfhautpsoriasis. Charakteristisch sind scharf begrenzte Schuppenplaques auf geröteter, irritierter Haut. Bei der Kopfhautpsoriasis erneuert sich die Epidermis, also die Oberhaut, in weniger als 7 Tagen (normalerweise dauert das ungefähr 28 Tage). Hautzellen verklumpen in großen Schuppen von mehr als 1000 Zellen. Juckreiz und ein Spannungsgefühl können die Erscheinungen begleiten und schränken die Lebensqualität der Betroffenen deutlich ein.

Auch die chronische Hauterkrankung Neurodermitis (atopische Dermatitis) kann den Kopf betreffen. Die Haut zeigt sich gerötet, entzündlich und kann auch zu Juckreiz neigen. Bei der Neurodermitis sind die Kopfschuppen eine Folge der extremen Trockenheit der Haut.

Bei Neurodermitis oder Psoriasis auf der Kopfhaut empfehlen wir DERMASENCE Polaneth Shampoo und DERMASENCE Polaneth Kühlendes Kopfhaut-Liquid.

Mythos 4: Fettige Kopfhaut entsteht durch zu viel Waschen

Das ist nur bedingt richtig. Wie im Gesicht, befinden sich auch auf der Kopfhaut Talgdrüsen. Diese geben Sekret an die Hautoberfläche ab, pflegen sie und halten sie geschmeidig. Im Rahmen der Pubertät kommt es typischerweise zu einer erhöhten Aktivität der Talgdrüsen. Die Haut ist fettiger, man spricht von einer Seborrhoe. Von dieser vermehrten Talgproduktion ist häufig auch die Kopfhaut betroffen, sodass sie schneller nachfettet. Zu häufiges Haarewaschen kann aber auch ein Grund für eine schnell nachfettende Haut sein. Denn die zu häufige Verwendung von Wasser und den Tensiden in den Shampoos führt zu einer Barrierestörung. Die Haut versucht diese Entfettung durch die eigene Produktion von Lipiden zu kompensieren. Entscheidender ist aber in der Regel die Wahl des richtigen Shampoos, um schnelles Nachfetten vorzubeugen. Unsere Empfehlung: DERMASENCE Seborra Shampoo.

 

Tipps für die Kopfhautpflege

  • Shampoos müssen nicht immer extrem schäumen, um die Kopfhaut zu reinigen.

  • Shampoos können mehr als nur reinigen – mit den richtigen Wirkstoffen tragen sie zur Kopfhautgesundheit bei.

  • Gegen irritierte und juckende Kopfhaut helfen das  DERMASENCE Polaneth Shampoo und das DERMASENCE Polaneth Kühlende Kopfhaut-Liquid. Das Shampoo lindert akuten Juckreiz und fördert die Regeneration der Kopfhaut. Das Liquid enthält auch die Anti-Juckreizformel und schützt mit einem pflanzlichen Entzündungsschutzkomplex.

  • Achte auf milde waschaktive Substanzen, die sanft reinigen und den pH-Wert der Haut unterstützen.

  • Bei Schuppenbildung helfen Wirkstoffe, wie Ichthyol und Salizylsäure, die im DERMASENCE Adtop Medizinal Shampoo und DERMASENCE Selensiv Shampoo enthalten sind.

  • Bei Juckreiz eignet sich der Wirkstoff Polidocanol als Juckreizstiller, wie im DERMASENCE Polaneth Shampoo. Als perfekte Ergänzung empfiehlt sich das DERMASENCE Polaneth Kühlendes Kopfhaut-Liquid.

Quellen

  • Gläser, Regine (2003): Psoriasis am behaarten Kopf. In: Aktuelle Dermatologie. Band 29, Heft 12, S. 521-523.
  • Wilsmann-Theis, Dagmar/Bieber, Thomas (2015): Diagnostik und Therapie von Kopfhauterkrankungen. Psoriasis und Ekzeme am Capillitium. In: ästhetische dermatologie & kosmetologie. Ausgabe 4, S. 26-33.
  • Sticherling, Michael (2017): Psoriasis capitis und seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut. In: Der Hautarzt. Ausgabe 68, S. 457-465.

Autorinnenteam

Nina Nowotsch, DERMASENCE Kosmetikwissenschaftlerin

und

Anna Tersteeg, Kosmetikwissenschaftlerin

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