Die 5 Hautsünden | Worauf geachtet werden sollte

Häufig werden Hautsünden durch eine Art Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitet. Der Wahrheitsgehalt ist jedoch nicht geprüft – eine kritische Hinterfragung immer sinnvoll. Wir haben fünf Hautsünden aufgegriffen, die wir im folgenden Blogartikel beleuchten wollen.  

1. Auf die Gesichtsreinigung morgens verzichten

Seien wir mal ehrlich: Manchmal ist es schon schwer genug, sich abends vor dem Schlafengehen das Gesicht zu reinigen. Trotz eines stressigen Morgens solltest du dir dennoch die Zeit nehmen und deine Haut auch nach dem Aufstehen gründlich reinigen. Denn während wir schlafen, finden eine Vielzahl an Stoffwechselprozessen statt – die Haut erneuert sich und sondert Talg ab. Dabei können die Poren verstopfen und sich Unreinheiten bilden. Umgangssprachlich wird sodann häufig von einer „schlechten Haut“ gesprochen. Darüber hinaus ist es der Schweiß, den wir nachts über unsere Haut absondern, der in jedem Fall von der Haut gewaschen werden sollte. Die Haut ist nach der Reinigung aufnahmefähiger für die nachfolgende Pflege. Außerdem wird der Haut neben dem Aspekt der Reinigung auf diese Weise ein Frische-Kick verliehen; die Durchblutung wird angeregt und lässt unsere Haut wach und strahlender aussehen.

Genauso wie abends sollte die Reinigungsroutine auch am Morgen in zwei Schritten erfolgen – einem auf den Hauttyp abgestimmten Basisreinigungsprodukt sowie einem pH-Wert-regulierendem Gesichtswasser.

Bei zu Unreinheiten neigender Haut empfehlen wir als Systempflege das Duo aus dem DERMASENCE Mousse sowie DERMASENCE Tonic. Ersteres reinigt durch Glycol- und Salizylsäure porentief und aktiviert überdies die Haut. Das Gesichtswasser wiederrum hydratisiert die Haut zum Abschluss der Reinigung, stellt den leicht sauren pH-Wert der Haut wieder her und desinfiziert mild.

2. Keinen UV-Schutz verwenden

„Braun sein“ ist schon längst nicht mehr en vogue, sondern eine der größten Hautsünden, die begangen werden kann! Es hilft nur konsequenter Schutz und zwar NICHT NUR in den Sonnenmonaten. Denn es sind nicht die zwei Wochen Sommerurlaub, die dich im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen lassen, sondern der Alltag ohne täglichen UV-Schutz. Deine Haut hat eine Art Sonnengedächtnis und speichert jeden einzelnen Sonnenstrahl.

Die Folgen, die sie davonträgt, sind meist erst nach mehreren Jahren sichtbar, sie schleichen sich ein. Grundsätzlich gilt festzuhalten, dass UV-Strahlen Zellschäden auslösen, die Alterungs- und Entzündungsprozesse begünstigen. Mehr zu dem Thema UV-Schutz und die Wirkung von Sonnenstrahlen erfährst du in unserem Blogartikel.

3. Pflegeprodukte ständig wechseln

Das Angebot der Kosmetik auf dem Markt ist mittlerweile riesig. Außerdem ist die Verlockung als Skincare-Fan recht groß, viele Produkte durchprobieren zu wollen. Allerdings kann der ständige Wechsel von Kosmetikprodukten zu einer Überpflegung der Haut führen. Der Fachbegriff für einen entzündlichen Hautausschlag, der die Folge überpflegter Haut ist, nennt sich „periorale Dermatitis“. Sie entsteht speziell um den Mund herum und erweist sich als äußerst hartnäckig.

Der ständige Wechsel von Kosmetika, die vielleicht nicht direkt den gewünschten Effekt erzielen, stellt für die Haut eine Überlastung dar. Denn auch wenn das gewünschte Hautpflegeergebnis nicht nach ein paar Tagen eingetreten ist, solltest du geduldig sein und deiner Haut ausreichend Zeit geben: Sie erneuert sich alle 28 Tage, sodass sich erst dann die Wirkung eines neuen Produktes beurteilen lässt.

4. Selbst am Pickel „rumdrücken“

Eigentlich wissen wir es alle: Finger weg von Unreinheiten und Pickeln! Dies ist eine Beauty-Regel, die jeder am besten beachten sollte, da die Haut sonst in der Regel noch schlechter wird. Im schlimmsten Fall gelangen durch das Drücken Talg und Bakterien tiefer in die Haut, sodass sich die Entzündungen verschlechtern oder tief in der Haut Abkapselungen und Knoten entstehen. Eine Ausreinigung der Haut kann bei einem*r professionellen Kosmetiker*in unter hygienischen Bedingungen erfolgen. 

Mit dem DERMASENCE Seborra Pickel-Akutroller, der als SOS-Anti-Pickelstift dient, kannst du die Entzündungsneigung der Haut unterbrechen, ohne dabei den Pickel und die umliegende Haut auszutrocknen. Der wirkt durch die enthaltene Salizylsäure keratolytisch.

Mehr zu dem Thema erfährst du in unserem Blogartikel: Dos & Don’ts beim Pickel ausdrücken – doch ist Pickel gleich Pickel?

5. Nicht ausreichend schlafen

Der Begriff „Schönheitsschlaf“ kommt nicht von ungefähr! Schlechter oder ein nicht ausreichender Schlaf hat einen negativen Effekt auf Hautalterungsprozesse. Die intrinsische Hautalterung wird begünstigt und die Barrierefunktion der Haut nimmt ab. Eine Studie zeigt: Schlechte Schläfer haben einen signifikant höheren Feuchtigkeitsverlust der Haut. Gute Schläfer hingehen haben einen bedeutend niedrigeren intrinsischer Hautalterungswert. Gleichzeitig zeigt die Haut von guten Schläfern eine höhere Barriere-Wiederherstellung als die von schlechten Schläfern. Auch Rötungen klingen bei Personen, die ausreichend und gut schlafen, besser wieder ab.

Schlafmangel dagegen begünstigt die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und reduziert die Bildung von Hyaluronsäure, sodass die Spannkraft der Haut verloren geht. Gleichzeitig wird weniger von dem Schlafhormon Melatonin gebildet. Dieses hat normalerweise zellschützende und regenerierende Eigenschaften. In gewisser Weise stimmt es: Durch ausreichend Schlaf kann die Hautalterung verlangsamt werden.

Quellen

  • Oyetakin‐White, P., Suggs, A. , Koo, B. , Matsui, M. S., Yarosh, D. , Cooper, K. D. and Baron, E. D. (2015), Does poor sleep quality affect skin ageing? Clin Exp Dermatol, 40: 17-22. doi:10.1111/ced.12455

Autorinnenteam

Nina Nowotsch, DERMASENCE Kosmetikwissenschaftlerin

und

Anna Tersteeg, Kosmetikwissenschaftlerin

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